Woher bekomme ich mein Kaninchen? | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Woher bekomme ich mein Kaninchen?

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie an zwei (oder mehr) Kaninchen kommen können. Nehmen Sie in jedem Fall etwas Zeit mit und lassen Sie sich gut beraten.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Woher bekommen Sie eigentlich ein Kaninchen?
Die häufigsten Anbieter von Kaninchen sind Tierheime/Tierschutzorganisationen, Zoofachgeschäfte und Züchter. Egal, für wen Sie sich entscheiden: Es ist sinnvoll, die Kaninchen nicht beim erstbesten Anbieter mitzunehmen. Folgende Kriterien sollten immer erfüllt sein: 
  • Die Kaninchen sind in einem großen, sauberen Gehege untergebracht.
     
  • Alle Tiere sind gesund und sehen gepflegt aus.
     
  • Den Kaninchen steht Heu, Wasser und ggf. etwas Frischfutter zur Verfügung.
     
  • Die Tiere sind nach Geschlechtern getrennt.
     
  • Alle Kaninchen werden erst ab der achten bis zehnten Lebenswoche abgegeben.
     
  • Sie bekommen alle notwendigen Informationen zur Kaninchen-Haltung.
     
Haben Sie den Eindruck, dass die Kaninchen ungepflegt oder krank und nicht tiergerecht untergebracht sind, sollten Sie von einem Kauf Abstand nehmen. Mit einem Mitleidskauf unterstützen Sie nur die schlechten Haltungsbedingungen.

Tierheime/Tierschutzorganisationen

Die beste Anlaufstelle für Kanincheninteressierte sind Tierheime oder Kaninchen-Schutzorganisationen. Zum einen verhelfen Sie Tieren, die in Not geraten sind, zu einem schönen neuen Zuhause. Zum anderen bekommen Sie hier in der Regel wertvolle Tipps rund um die tiergerechte Kaninchen-Haltung . Wenn Sie bereits ein Kaninchen haben und hierfür ein geeignetes Partnertier suchen, helfen viele Kaninchen-Schutzorganisationen auch bei der Vergesellschaftung Ihrer Langohren. Rammler erhalten Sie normalerweise nur kastriert, sodass Sie sich um die Kastration nicht mehr kümmern brauchen. Tierschutzorganisationen haben außerdem den Vorteil, dass sie den Charakter ihrer Schützlinge bereits kennen und Ihnen sagen können, welches Tier zu Ihnen passt. Oft finden Sie in Tierheimen oder bei Tierschutzorganisationen Kaninchen in verschiedensten Rassen und Altersstufen (z.B. auch Jungtiere aus ungeplanten Vermehrungen).

Zoofachhandel

Zoofachgeschäfte haben den Vorteil, dass Sie hier direkt das ganze Zubehör, Futter und Einstreu erwerben können. Richten Sie das neue Kaninchen-Heim dennoch schon vor dem Kauf vollständig ein. Transport und Umzug in ein neues Zuhause bedeuten ohnehin Stress für die Tiere. Daher sollte der Umzug so schnell wie möglich erfolgen. In vielen Zoofachgeschäften werden junge Kaninchen zum Kauf angeboten. Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass Sie gut beraten werden und das Fachpersonal Ihnen Auskunft über Geschlecht und genaues Alter der Tiere geben kann.

Die Kaninchen sollten nicht vor der achten bis zehnten Lebenswoche verkauft werden und gesund sowie gut gepflegt sein. Sind die Kaninchen in kleinen oder unsauberen Gehegen untergebracht, sollten Sie diese Haltung nicht unterstützen, sondern Ihre künftigen Mitbewohner besser woanders kaufen und die schlimmen Zustände des Zoogeschäfts dem Gewerbeamt oder einem Tierschutzvereibn melden.

Vom Züchter

Wenn Sie eine spezielle Rasse bevorzugen (z.B. Farbenzwerge oder Zwergwidder), sind Kaninchen-Züchter die richtigen Ansprechpersonen für Sie. Ein guter Züchter informiert Sie über die rassespezifischen Besonderheiten seiner Kaninchen und gewöhnt die Jungtiere von klein auf an den Menschen. Nicht empfehlenswert sind Züchter, die ihre Tiere einzeln in kleinen Buchten (ohne Auslauf) halten und sich nicht mit ihnen beschäftigen; das ist Tierquälerei!

Vom „Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter e.V. (ZDRK)“ derzeit anerkannt sind 88 Kaninchen-Rassen in insgesamt 370 verschiedenen Farbenschlägen. Es gibt Rassen, die mehr als 7 kg wiegen und eine Körperlänge von etwa 72 cm aufweisen. Diese Kaninchen-Rassen sind in der Heimtierhaltung eher selten anzutreffen. Am beliebtesten sind kleine bzw. Zwergrassen wie z.B. Farbenzwerge (umgangssprachlich oft nur als „Zwergkaninchen“ bezeichnet) und Zwergwidder (Kaninchen mit „Schlappohren“). (Kathrin Aretz)

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