Achtung vor der hämorrhagischen Kaninchenkrankheit. Das sollten Sie wissen! | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin
Gesundheit

Achtung vor der hämorrhagischen Kaninchenkrankheit. Das sollten Sie wissen!

Die hämorrhagische Kaninchenkrankheit wird durch das Rabbit Haemorrhagic Disease Virus 2 hervorgerufen und breitet sich über das gesamte Bundesgebiet weiter aus. Das sollten Sie über die Impfung und die Erkrankung wissen. 
 
 
Neue Variante von RHDV - RHDV-2 breitet sich deutschlandweit aus © Pixabay: Alexas_Fotos
Bevor Sie neue Tiere in eine bestehende Gruppe integrieren ist eine Quarantänehaltung ratsam

Neue Variante des RHD-Virus - RHDV-2

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut gibt es eine neue Variante des RHD-Virus (Rabbit Hemorrhagic Disease), das sich immer weiter über das gesamte Bundesgebiet ausbreitet. Für RHDV-2 wird verstärkt auf eine Impfprophylaxe hingewiesen.


Übertragung des Virus 

Das RHD ist eine virale Infektionskrankheit und wird durch Kontakt mit erkrankten Tieren, kontaminiertes Grünfutter, stechenden Insekten und verseuchte Gegenstände übertragen. Deutliche Anzeichen für diese Krankheit sind plötzliche Apathie, Appetitlosigkeit, Atemnot, blutiger Nasenfluss und blutiger Urin. Durch eine rasante Entwicklung der RHD, sind die Symptome meist zu spät erkennbar. Die Tiere sterben an hochgradigen inneren Blutungen.


Imfpung als sinnvolle Vorbeugung 

Eine Behandlung ist nicht möglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Kaninchen regelmäßig dagegen geimpft werden. Dabei spielt es keine Rolle ob Wohnungshaltung oder Außenhaltung. Bei Jungtieren ist eine Grundimmunisierung ratsam. Bei Jungtieren kann eine Erstimpfung ab der sechsten Lebenswoche durchgeführt werden. Eine zweite Impfung wird etwa drei bis vier Wochen nach der Erstimpfung vorgenommen. Die Impfung gegen RHD wird einmal jährlich wiederholt.
 
Die derzeit zugelassenen Impfstoffe schützen effizient gegen die klassische Variante, aber nur bedingt gegen die neue Ausprägung RHDV-2. Bevor Sie neue Kaninchen in die Gruppe setzen wird eine zweimalige Grundimmunisierung, im Abstand von drei Wochen empfohlen. Anschließend erfolgt eine halbjährliche Wiederholungsimpfung mit einem der beiden monovalenten Impfstoffe.
Zusätzlich rät das Friedrich-Loeffler-Institut zu Maßnahmen, die einen allgemeinen Infektionsschutz begünstigen. Dazu zählen Hygiene, Kleiderwechsel und Desinfektionen. Bei Zukauf von Tieren ist Anfangs eine Quarantänehaltung umzusetzen. 


 
Fotos: 
Pixabay: Alexas_Fotos
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren