Impfkalender für Kaninchen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Impfkalender für Kaninchen

Regelmäßige Auffrischungsimpfungen sind auch bei Kaninchen keine Seltenheit mehr: Gegen drei Krankheiten kann inzwischen wirksam geschützt werden: Myxomatose, Kaninchen-Schnupfen und die Hämorrhagische Krankheit, auch RHD genannt.
 
© Ana Abejon / iStockphoto
Regelmäßige Auffrischungsimpfungen sind auch bei Kaninchen keine Seltenheit mehr.
Stechmücken übertragen die Myxomatose beim Kaninchen. Innerhalb weniger Tage schwellen bei dieser Krankheit Augenlider, Mund, Nase, Ohren und Beine an. Die Kaninchen verweigern schließlich jede Nahrung und sterben. Mit RHD, bekannt als Chinaseuche, können sich Kaninchen auch bei ihren Artgenossen anstecken. Gegen beide Krankheiten kann man die Mümmelmänner impfen.

So schützen Sie Ihren Hoppler

Die meisten Infektionserreger können dem Tier nur schaden, wenn es geschwächt ist. Die Widerstandskraft des Tieres stärkt man durch das richtige, artgerechte Futter und eine Haltung, die die Bedürfnisse des Tieres befriedigt. Beispielsweise indem man Tieren, die Gesellschaft brauchen, den Kontakt zu Artgenossen ermöglicht. Wichtig ist auch größtmögliche Sauberkeit.

Soll ein neues Tier zu den alten gesellt werden, muss man sich zuvor am besten beim Tierarzt von seinem Gesundheitzustand überzeugen. Es sollte außerdem, wie die alten auch, geimpft und parasitenfrei sein. Denn Würmer, Flöhe, Milben und Co. schwächen das Tier und machen es zum leichten Opfer von Krankheitserregern.

Impfplan je nach Region unterschiedlich

Dr. Rainer Holubek vom Impfstoffwerk Dessau-Tornau betont jedoch, dass es keinen generellen Impfplan für Kaninchen geben kann. „Was das einzelne Tier braucht, hängt von der Verbreitung der Krankheiten ab.“ Während Myxomatose in manchen Gegenden noch nie aufgetreten sei, z.B. in Thüringen oder höheren Lagen der Alpen, seien andere Gegenden, vor allem Flusslandschaften, stark betroffen. Ähnliches gilt für die RHD, die wie Myxomatose sowohl über Insekten als auch durch den Tierhalter oder Geräte übertragen werden kann. Der Erreger des Kaninchen-Schnupfens hingegen seien weit verbreitet und die Erkrankung vor allem durch ungeeignete Haltungsbedingungen (feuchte Einstreu, mangelnde Belüftung, aber auch Zugluft) begünstigt. Kaninchenbesitzer wenden sich am besten an ihren Tierarzt, der weiß, welche Impfungen für ihr Tier sinnvoll sind.

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