Kaninchen beim Tierarzt | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Kaninchen beim Tierarzt

Zeigt Ihr Kaninchen erste Krankheitssymptome, sollten Sie es schnellstmöglich Ihrem Tierarzt vorstellen.
 
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Für den Tierarztbesuch benötigen Sie eine gute Transportbox.
Informieren Sie sich (z.B. im Internet) bereits im Vorfeld, welche Tierärzte in Ihrer Nähe Erfahrung mit der Behandlung von Kaninchen haben. In vielen Kaninchen-Foren bekommen Sie Tipps, welche Tierärzte für Kaninchen empfehlenswert sind. Ist die Praxis Ihres Tierarztes im Notfall geschlossen, kann der Besuch einer Tierklinik nötig sein. Bei jedem Tierarztbesuch sollten Sie Auskunft geben können über Alter, Geschlecht/ Kastration , aktuelle Krankheitssymptome, vorherige Erkrankungen und ggf. eigene Medikations- oder Heilungsversuche .

Stellt Ihr Tierarzt eine Diagnose, lassen Sie sich die Art der Erkrankung und mögliche Ursachen am besten ausführlich erklären. Notieren Sie sich genau, wie die Behandlung Ihres Kaninchens erfolgen soll. Welche Medikamente sollen verabreicht werden? In welchen Mengen, wie oft und wie lange sollen die Medikamente verabreicht werden? Sind weitere Tierarztbesuche notwenig? Häufig ist mindestens ein Folgebesuch erforderlich. Sind besondere Pflegemaßnahmen nötig, die die Heilung unterstützen? Muss Ihr Kaninchen zwangsernährt werden? Müssen die Haltung und/oder Ernährung Ihrer Tiere verbessert werden?

Transport

Für den Tierarztbesuch benötigen Sie eine gute Transportbox. Eine solche Box gehört zur Grundausstattung eines jeden Kaninchen-Halters. Im Zoofachhandel gibt es geeignete Kunststoffboxen mit Tragegriff. Die Transportbox muss so groß sein, dass zwei Kaninchen bequem darin liegen können. Es ist wichtig, dass die Box nicht durchsichtig, sondern möglichst dunkel ist und Belüftungsschlitze aufweist. An der Vorderseite befindet sich häufig eine Gittertür. Einige Boxen sind auch von oben zu öffnen.

Auf den Boden der Transportbox legen Sie z.B. ein altes Handtuch. Einstreu und Heu sollten nicht in die Box gelegt werden. Die Fahrt zum Tierarzt sollte so kurz und stressfrei wie möglich erfolgen. Lassen Sie Ihre Kaninchen auf keinen Fall alleine im Auto, z.B. um noch kurz etwas zu erledigen. Gerade bei hohen Temperaturen besteht die Gefahr eines lebensgefährlichen Hitzschlags !

Besonderheiten bei Operationen

Kleine Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse oder Ratten sollten im Gegensatz zu Katzen oder Hunden niemals nüchtern operiert werden. Stellen Sie diesen Tieren bis zum Operationstermin immer frisches Wasser und Futter zur Verfügung. Wärme ist für die Kleinen nach der Operation besonders wichtig, denn sie kühlen im Narkosenachschlaf leicht aus. Wickeln Sie den kleinen Patienten in ein Handtuch – der Kopf sollte natürlich unbedeckt bleiben –, und legen Sie ihn unter eine Infrarotlampe.

Überprüfen Sie aber regelmäßig die Temperatur unter der Lampe mit dem Handrücken, damit es dem Pflegling nicht zu heiß wird. In den ersten Tagen nach der Operation sollte der Patient getrennt von den anderen Tieren nicht auf Streu, sondern auf nicht fusselnden Hand- oder Papierküchentüchern gehalten werden. Denn Streu könnte sich in die Wunde einspießen und für Infektionen sorgen. Sonst gilt das Gleiche wie für die großen Heimtiere. (Kathrin Aretz)

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