Krallenschneiden bei Kaninchen

Ältere Kaninchen und auch Jungtiere in Käfighaltung besitzen infolge ungenügender Abnutzung häufig lange Krallen. Die sollten gekürzt werden, damit die Gefahr des Hängenbleibens nicht gegeben ist.
 
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Maniküre für Kaninchen ist wichtig.
Bei hellen Krallen können Sie gut sehen, wo die Blutgefäße und Nerven enden. Ein kurzes Stück dahinter wird die Krallenzange angesetzt und die Kralle gekürzt. Sie sollten vermeiden, zu viel abzuschneiden! Sie verletzen damit Nerven und Blutgefäße, die Schnittstelle blutet, und das Kaninchen zeigt durch Hochreißen und Schütteln des Fußes, dass das schmerzt.

Dunkle Krallen erschweren das Kürzen

Vor allem bei dunklen Krallen ist es schwer, die optimale Schnittstelle zu finden. Manchmal sieht man die Blutgefäße, indem man die Krallen mit einer starken Taschenlampe anleuchtet. Im Zweifelsfall gilt: lieber die Krallen etwas länger lassen, als zu kurz und „ins Leben“ zu schneiden. Ein weiterer Anhaltspunkt für die richtige Krallenlänge ist die Haarlänge an den Pfoten. Die Krallen sind immer ein wenig länger als das Fell an dieser Stelle.

Im Zweifel zum Tierarzt gehen

Es kann passieren, dass Ihr Kaninchen inzwischen beim Krallenschneiden enormen Stress entwickelt. Da diese Tiere ohnehin nicht sehr kreislaufstabil sind, sollten Sie die Prozedur möglichst kurz gestalten. Eine Möglichkeit ist, zu zweit zu arbeiten, indem einer das Kaninchen hält und der andere die Krallen kürzt. Sie können aber auch ohne weiteres zum Tierarzt gehen, denn er ist sehr routiniert darin. Eine natürliche Abnutzung der Krallen erreichen Sie übrigens dadurch, dass Sie dem Kaninchen täglichen Freilauf auf verschiedenem Untergrund ermöglichen! (Dr. Ulrike Bante, Tierärztin)

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