Wüstenrennmäuse brauchen tierisches Eiweiß

Mehlwürmer, Grillen oder Heuschrecken gehören auf den Speiseplan der Gerbile oder Mongolischen Wüstenrennmäuse, wie man sie auch nennt. Denn sie brauchen tierisches Eiweiß.
 
© Bild: www.animals-digital.de
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Selbst fangen sollte man die tierische Kost allerdings nicht. Denn es besteht die Gefahr, dass man mit den „Wildfängen“ Krankheiten in den Gerbilkäfig einschleppt. Im Zoohandel gibt es die Kerbtiere aus Zuchten zu kaufen, die frei von Krankheitserregern sind. Etwa zur Hälfte sollte das Futter aus Ratten- oder Mäusefutter bestehen.

Samenmischungen bzw. Körnerfutter sollten nur wenig Sonnenblumenkerne enthalten. Denn Sonnenblumenkerne sind zu fett und führen zu einer Überfettung des Blutes, die wiederum Herz- und Kreislauf belasten kann. Und natürlich führt das Zuviel an Fett auch zu Übergewicht, das man bei den Gerbilen am ausgeprägten „Stiernacken“ erkennt.

Abmagerung trotz Verfettung

Eine besondere Form von Verfettung, diesmal der Eingeweide, entsteht bei einem Inositmangel und einem Zuviel an Laurinsäure im Futter. Vor allem die weiblichen Gerbile neigen zu dieser Eingeweideverfettung. Paradox: Obwohl die Eingeweide verfetten, magern die Tiere ab. Außerdem entwickelt sich eine schwere Hautentzündung. Inosit gehört zu den B-Vitaminen. Es ist in Obst und Getreide enthalten. Die schädliche Laurinsäure befindet sich in Milch und in Kokosprodukten.

Frisches Obst und Gemüse darf bei der Ernährung von Gerbilen, schon wegen einer ausreichenden Inositversorgung, nicht fehlen. Insbesondere Jungtiere wachsen nicht richtig, wenn ihnen das Grünfutter (Karotten, Äpfel, Zucchini, Salatgurken, Gras usw.) fehlt. Sie sollten rund 3 - 5 g davon täglich erhalten, erwachsene Gerbile 5 - 10 g. Dazu gibt man die gleiche Menge von den erwähnten Pellets und jede Woche 2 - 4 Mehlwürmer. Außerdem brauchen die Gerbile Zweige zum Nagen. Wichtig ist, dass das Grünfutter alle paar Stunden frisch gereicht wird, denn Gerbile reagieren leicht mit Durchfall auf angegorenes Futter. Haltung :
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