Frischfutter für Meerschweinchen

Neben hochwertigem Heu zählt Frisch- bzw. Grünfutter zum Hauptnahrungsmittel von Meerschweinchen. Verschiedene Kräuter, Gemüse und Obst versorgen die Tiere mit allen notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Ran an Obst und Gemüse!
Da die Tiere – wie wir Menschen – Vitamin C nicht selbst im Körper synthetisieren können, haben sie einen besonders hohen Bedarf an diesem Vitamin. Deshalb sollten besonders Vitamin-C-haltige Frischfuttersorten wie Petersilie, Grünkohl, Brokkoli, Paprika und Blattspinat auf dem täglichen Speiseplan stehen.

Geben Sie Ihren Nagern mindestens 50 – 70 g Grünfutter pro Tag. Am besten wird das Frischfutter täglich in mindestens 2 - 3 Portionen unterteilt. Sind Ihre Meerschweinchen kein oder nur wenig Grünfutter gewöhnt, wird die Ernährung langsam auf eine gesündere Kost umgestellt. Das Saftfutter muss selbstverständlich immer frisch sein. Gammeliges Grünfutter und Küchenabfälle gehören nicht in den Futternapf.

Geeignetes Obst & Gemüse
  • Apfel
  • Birne
  • Blattspinat (in kleinen Mengen)
  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Brombeere
  • Chicoree
  • Chinakohl
  • Eisbergsalat
  • Endivien
  • Erdbeere
  • Feldsalat
  • Fenchelknollen
  • Grünkohl
  • Gurken
  • Heidelbeere
  • Himbeere
  • Johannisbeere
  • Kohlrabi (mit Blättern)
  • Kohlrübe
  • Kopfsalat
  • Möhren (mit Grün)
  • Paprika
  • Petersilienwurzel
  • Radieschenblätter
  • Romana-/Römersalat
  • Romanesco
  • Rucola/Rauke
  • Sellerie
  • Steckrübe
  • Topinambur
  • Weintraube
  • Zuckermais (nur die Blätter)
Achtung bei Kohl: Einige Kohlsorten können zu einer leichten Gasbildung im Darm führen. Tiere, die zum ersten Mal Kohl bekommen, werden am besten langsam daran gewöhnt. Leidet Ihr Meerschweinchen häufiger unter Darmproblemen oder reagiert es empfindlich auf Kohl, verzichten Sie besser auf eine Verfütterung.

Obst sollte aufgrund des hohen Zuckergehalts nur in kleineren Mengen verfüttert werden.

Unverträglich sind: Zwiebelgewächse (z.B. Porree, Zwiebeln und Schnittlauch), Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen), Kartoffeln, Rettich, Radieschen (außer die Blätter), Steinobst (Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Nektarine, Mirabelle etc.), exotische Früchte (z.B. Papaya, Granatapfel, Physalis, Kumquat, Litchi, Mango etc.) und Avocados.

Kräuter

Einige Kräuter haben eine heilende Wirkung und sollten nur hin und wieder in kleinen Mengen oder im Krankheitsfall verfüttert werden. Besonders vitamin- und auch mineralreich sind getrocknete Kräuter, Blüten und Blätter. Als Futterzugabe können wöchentlich etwa 20 g getrocknete Kräuter pro Tier verfüttert werden. Werden zu viele trockene Kräuter gegeben, kann es zu einer Kalziumüberversorgung kommen. Getrocknete Blätter und Blüten von Bäumen sowie Sträuchern dürfen hingegen auch in größeren Mengen gereicht werden.
  • Basilikum
  • Beifuß, gewöhnlicher
  • Beinwell
  • Borretsch
  • Brennessel (nur getrocknet)
  • Brombeerblätter (nur getrocknet)
  • Brunnenkresse
  • Dill
  • Echinacea, Sonnenhut
  • Gänseblümchen
  • Gras
  • Grünes Getreide
  • Huflattich
  • Kamille
  • Kerbel
  • Klee (in kleinen Mengen)
  • Liebstöckel
  • Löwenzahn (auch getrocknet)
  • Luzerne (auch getrocknet)
  • Melisse
  • Oregano
  • Petersilie (auch getrocknet)
  • Pfefferminzblätter (auch getrocknet)
  • Ringelblumenblüten
  • Schafgarbe
  • Sonnenblumen (Pflanze und Blütenblätter)
  • Spitzwegerich (auch getrocknet)
  • Kleiner Wiesenknopf
  • Wiesensalbei
(Kathrin Aretz)

Weiterführende Links

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren