Der richtige Rattenstandort | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Der richtige Rattenstandort

Das Gehege muss an einer für Ratten geeigneten Stelle in Ihrer Wohnung aufgestellt werden. Auch die Raumtemperatur ist wichtig für die Gesundheit der Tiere.
 
© Carsten Steps / Fotolia
Farbratten müssen grundsätzlich in der Wohnung gehalten werden und dürfen im Gegensatz zu Kaninchen und Meerschweinchen nicht einmal vorübergehend mit nach draußen genommen werden (außer z. B. für einen Tierarztbesuch). Das Gehege sollte innerhalb der Wohnung an einem ruhigen, zugluftfreien, hellen, aber nicht sonnigen Platz aufgestellt werden. Um zu testen, ob Ihre Ratten eventuell Zugluft ausgesetzt sind, können Sie eine Kerze verwenden. Wenn Sie einen geeigneten Standort gefunden haben, stellen Sie den Käfig nicht direkt auf den Boden, sondern etwas erhöht, sodass die Ratten ihre Umgebung überblicken können.

Die ideale Raumtemperatur des Rattenzimmers beträgt 18 - 22°C. Etwas höhere Temperaturen (im Sommer) vertragen die Tiere aber ebenfalls relativ gut. Ab ca. 30°C und bei direkter Sonneneinstrahlung droht allerdings ein lebensgefährlicher Hitzschlag. Temperaturen unter 18°C wiederum begünstigen Atemwegserkrankungen, für die Farbratten ohnehin sehr anfällig sind. Grundsätzlich vermeiden sollten Sie auch plötzliche Temperaturschwankungen, die z. B. durch einen Transport entstehen können. Bei einem Tierarztbesuch können die Tiere beispielsweise durch Wärmflaschen, Decken, Klimaanlage etc. gegen Kälte bzw. Hitze geschützt werden.

Das richtige Raumklima

Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt für Ratten - genau wie beim Menschen - bei etwa 50 bis 55 Prozent. Sie können den Wert mittels eines Hygrometers messen. Bei einer zu geringen Luftfeuchtigkeit (insbesondere in der Heizperiode) ist es sinnvoll Luftbefeuchter, Wasserschalen oder einen Zimmerspringbrunnen aufzustellen. In der Nähe des Käfigs können Sie darüber hinaus feuchte Handtücher über die Heizung legen. Bei zu trockener Luft werden nämlich die Schleimhäute gereizt, sodass sich die Ratten schneller erkälten. Achten Sie deshalb immer auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit. Im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit in der Regel hoch genug, dafür können hohe Temperaturen zum Problem werden. Sie sollten versuchen, die Temperaturen möglichst niedrig zu halten, ohne dass Ihre Nager im Durchzug sitzen.

Eventuell haben Sie die Möglichkeit, Ihre Tiere während des Stoßlüftens (früh morgens und spät abends, da es dann etwas kühler ist) vorübergehend in einem anderen Raum unterzubringen. Damit die Wohnung länger kühl bleibt, schließen Sie anschließend alle Fenster und Türen und verdunkeln das Zimmer (mit Vorhängen, Jalousien etc.). Ventilatoren sind absolut nicht zu empfehlen, da Ratten schon bei leichtem Luftzug an den Atemwegen erkranken. Eine sinnvolle Methode, den Tieren etwas Abkühlung zu verschaffen, sind Wasserschalen zum Planschen. Als „Schwimmbecken“ verwenden Sie am besten kippsichere und rutschfeste Keramikschalen, die Sie etwa 2 cm hoch mit Wasser befüllen. Darüber hinaus können Sie Ihren Ratten im Sommer viel wasserhaltiges Obst/Gemüse (Salatgurke, Wassermelone etc.) anbieten. (Kathrin Aretz)


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