Gefahrenquellen beim Freilauf

Damit sich Ihre Tiere beim Auslauf nicht verletzen, müssen Sie Ihr Rattenzimmer gefahrenfrei und tiergerecht gestalten.
 
© Igor Norman / Fotolia
Sobald Ihre Ratten Vertrauen zu Ihnen gefasst haben und sich problemlos hochheben lassen, können sie täglichen Auslauf in der Wohnung bekommen. Gerade bei den ersten Freiläufen (aber auch später) ist es ratsam, dass die Nager die Möglichkeit haben, selbstständig in ihr Gehege zurückzukehren. Auf diese Weise können die Tiere ihre Umgebung freiwillig erkunden und sich jederzeit in ihr sicheres Zuhause zurückziehen. Bei scheuen Ratten würde der Auslauf während des Einfangens in einer wilden Jagd enden. Da Sie die Nager damit nur stressen und jegliches Vertrauen zerstören würden, sollten Sie mit dem Auslauf warten, bis Ihre Ratten sich an Sie gewöhnt haben.

Die Tiere sollten freiwillig angelaufen kommen und sich hochnehmen lassen. Dauerhaft scheue Ratten können notfalls im Badezimmer oder Flur (bei geschlossenen angrenzenden Räumen) frei laufen. Hier finden die Tiere in der Regel keine Verstecke, aus denen sie nicht wieder hervorzuholen sind. In den Auslauf stellen Sie am besten einige Einrichtungsgegenstände aus Ihrem Rattenheim. Mit Hilfe ihres gewohnten Häuschens lassen sich normalerweise sogar scheue Ratten gut wieder einfangen.

Mögliche Risiken

Beim Freilauf in der Wohnung sollten Sie grundsätzlich darauf achten, dass Ihre Ratten sich nirgends verstecken können und nicht zu weit weg laufen können. Wenn die flinken Nager erst einmal unter Ihrer Couch oder einem Regal verschwunden sind, lassen sie sich nämlich nur schwer wieder einfangen. Sinnvoll ist außerdem, dass die Tiere immer unter Aufsicht und nur in einem Zimmer Auslauf bekommen. Viele Rattenhalter unterschätzen anfangs die Kletterkünste ihrer Lieblinge. Da sie sich aber selbst in kleine Spalten und hinter Schränke quetschen können, sollten Sie alle möglichen Schlupfwinkel mit Brettern, Decken etc. sichern.

Auch Kippfenster und offene Türen bergen ein Verletzungsrisiko, da die Tiere sich hier einklemmen können. Weitere mögliche Gefahrenquellen sind Elektrokabel (Achtung, Stromschlag!), Zimmerpflanzen, Zigaretten, Aschenbecher und alles, was sonst noch angeknabbert und gefressen werden kann. Daher sollten Zimmerpflanzen, Stromkabel, Nahrungsmittel und potentiell gefährliche Einrichtungsgegenstände außerhalb der Reichweite der Tiere bleiben. Denken Sie bitte auch daran, Ihre Mitbewohner oder Besucher darauf aufmerksam zu machen, wenn Ihre Ratten frei in der Wohnung laufen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass einer Ihrer Freunde versehentlich auf eine Ratte tritt. (Kathrin Aretz)

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