Ausstattung & Zubehör für Streifenhörnchen

Das Gehege stellt für Ihren neuen Hausgenossen einen wesentlichen Teil seines Lebensraumes dar. Deshalb gilt es, diesen sorgfältig zu planen und einzurichten.
 
© Foto: www.animals-digital.de
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Streifenhörnchen sind sehr bewegungsfreudige Nager. Deshalb sollte das Gehege ein Mindestmaß von 1 x 0,5 x 2m (Länge x Tiefe x Höhe) haben. Ein solches Gehege muss man im Zoofachgeschäft suchen, da die meisten dort angebotenen Gehege deutlich kleiner sind. Gut geeignet sind Zimmervolieren, die ursprünglich für Ziervögel gedacht waren. Wichtig ist, dass der Gitterabstand nicht größer als 1,5 cm und bei jungen Hörnchen nicht größer als 1cm ist. Die Stäbe sollten möglichst waagerecht verlaufen, damit das Hörnchen daran gut klettern kann. Wichtig ist auch, dass eine etwa 20cm hohe Bodenwanne vorhanden ist, damit genug Einstreu eingebracht werden kann, um dem Burunduk die Möglichkeit zum Graben zu geben. Achten Sie darauf, dass die Bodenwanne stabil ist, damit sie nicht durch die Belastungen kaputt geht. Hier sind Metallwannen deutlich besser geeignet als solche aus Kunststoff, da dieses auch von den Zähnen der Hörnchen zerstört werden kann.

Hörnchengehege im Eigenbau

Wer über ein wenig handwerkliches Geschick verfügt, kann sein Streifenhörnchengehege auch selber gestalten. Vielfach ist dies auch der bessere Weg, um zu einem bezahlbaren Gehege in entsprechender Größe zu kommen. Geeignete Baustoffe hierfür sind z. B. beschichtete Spanplatten, die von dem Hörnchen nicht angenagt werden können. Aber auch Naturholzplatten, die mit einem ungiftigen Klarlack gestrichen wurden, sind für die Grundkonstruktion geeignet. Neben dem größeren Platzangebot als in einem käuflichen Gehege bietet der Eigenbau auch den Vorteil, dass er den räumlichen Gegebenheiten und den Wünschen des Halters genau angepasst werden kann. Und zudem ist ein in Eigenbau erstelltes Hörnchengehege ist ein echter Blickfang und eher ein Möbelstück als ein Käfig. Verlieren Sie aber beim Bau des Geheges auf keinen Fall die Bedürfnisse ihres Pfleglings aus den Augen. Verschnörkelte und verwinkelte Gehege mögen zwar optisch ansprechend sein, sie lassen sich aber nur schwer reinigen, außerdem nehmen die Schnörkel meist unnötigen Lebensraum weg. Anleitungen für den Bau eines artgerechten Geheges für Streifenhörnchen finden Sie im Internet oder in Fachzeitschriften. Auch der Besuch bei erfahrenen Haltern und Züchtern bietet Inspiration für den Gehegebau.

Der richtige Standort

Den richtigen Standort zu finden ist für ein so großes Gehege nicht immer einfach. Ein idealer Gehegestandort ist  ein möglichst ruhiger Platz in Ihrer Wohnung. Die Nähe von Fernsehern und HiFi-Anlagen sollte vermieden werden, da der Lärm die empfindlichen Ohren eines Streifenhörnchens erheblich stört.
Bedenken Sie bei der Auswahl des Käfigstandorts auch die Lebensgewohnheiten der Streifenhörnchen. Als tagaktive Tiere benötigen Streifenhörnchen ausreichend Licht, da sie aber überwiegend auf dem Boden leben, sollte keine direkte Sonneneinstrahlung in das Gehege fallen. Bei großen Glasfronten kann dies sogar zum Überhitzen des Geheges und zum Hitzschlag beim Streifenhörnchen führen. In dem Raum, in dem das Gehege steht, sollte nicht geraucht werden, da der Rauch für Streifenhörnchen gesundheitsschädlich ist.

Volierenhaltung

Asiatische Streifenhörnchen können ohne weiteres in Außenvolieren gehalten werden, da sie mit den Temperaturen in unseren Breitengraden gut zu Recht kommen. Das große Platzangebot einer Voliere kommt dem Bewegungsdrang der Tiere entgegen. Ist die Voliere groß genug (2x3m Grundfläche), können evtl. auch mehrere Tiere gemeinsam gehalten werden. Um die Tiere vor Witterungseinflüssen zu schützen, sollte mindestens ein Drittel der Voliere überdacht und vor Wind geschützt sein. Besser ist ein angeschlossenes Schutzhaus, welches im Winter frostfrei gehalten werden kann. Fehlt dieses, sollten die Tiere nicht draußen überwintert werden. (Ralf Sistermann)
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