Ballentritt beim Pferd

Ballentritte kommen relativ häufig vor. Auch kleinere Verletzungen am Ballen sind behandlungsbedürftig, da sie sich durch die Nähe zum Boden und damit zu Schmutz leicht infizieren.
 
© Wioletta Zmyslowska
Bei Pferden mit ausgeprägtem Behang, wie hier einem Tinker, wird ein Ballentritt schnell übersehen.
Entweder ist einem Pferd auf der Weide oder beim Reiten ein Kollege von hinten zu nah gekommen und ihm "in die Hacken" getreten, oder es hat sich mit den eigenen Hinterbeinen am Ballen des Vorderbeins getroffen. Wenn sich ein Pferd greift, wie letzteres genannt wird, kann der Reiter durch Sprungglocken Abhilfe schaffen. Allerdings sollte Ursachenforschung betrieben werden: Gründe fürs Greifen können zu lange Schmiedeintervalle sein, unpassender Beschlag, aber auch Überforderung im Training, beispielsweise beim Üben von Trabverstärkungen.

Tritt sich das Pferd auch auf der Weide selber, können die Sprungglocken auch dann angelegt werden. Sie sollten unbedingt nach dem Weidegang wieder abgenommen werden, da es sonst zu Scheuerstellen in den empfindlichen Fesselbeugen kommt.

Verletzungen am Ballen sind immer behandlungsbedürftig, bei tieferen Wunden sollte der Tierarzt hinzugezogen werden. Bei oberflächlichen Verletzungen die Wunde vom Schmutz befreien, mit einem Desinfektionsmittel reinigen und eine Wundsalbe auftragen. Die Prozedur sollte mindestens einmal am Tag erfolgen, am besten nach dem Koppelgang. Ist es draußen sehr nass und schmutzig (Schlechtwetterausläufe nach viel Regen) kann es nötig sein, das Pferd so lange drin zu lassen, bis die Wunde geschlossen ist und nicht mehr nässt. (Annette Hackbarth)
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