Hufkrankheiten bei Pferden | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Hufkrankheiten bei Pferden

Die Hufgesundheit und -pflege verdient große Sorgfalt, zumal die Hufe besonderen Belastungen ausgesetzt sind.
 
Der Huf ist die äußere Umhüllung der hoch spezialisierten Zehe des Pferdes. Auf den ersten Blick scheint der Huf als harte Schale kompakt und sehr robust. Tatsächlich verbirgt sich hinter der harten Ummantelung ein diffiziles Innenleben mit einem sensiblen Hufmechanismus. Die Hufgesundheit und-pflege verdient daher große Sorgfalt, zumal die Hufe besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

Die Hufkapsel ist in sechs Abschnitte gegliedert: Hufsaum, Hufkrone, Hufwand, Hufsohle, Hufstrahl und Hufballen.

Knöcherne Grundlage sind die gelenkig verbundenen Knochen von Hufbein, Strahlbein, Kronbein und Fesselbein.

Die Huflederhaut ist ein besonderer Abschnitt der äußeren Haut, die anstelle von Haaren Horn erzeugt. Da ständig neues Horn produziert werden muss, ist die Huflederhaut mit zahlreichen Blutgefäßen ausgestattet. Die Nervenversorgung ist in diesem Bereich ebenfalls ungewöhnlich stark, so dass die Huflederhaut sehr schmerzempfindlich ist und schmerzhafte Prozesse schnell zu Lahmheiten führen.

Hufabszess

Oft reicht der Tritt auf einen spitzen Stein aus, und ein Hufabszess entsteht. Da der Huf eine solide Hornwand hat, können kleine Entzündungen und Eiterherde nicht nach außen abfließen. Aus diesem Grund wird der Druck in der Hufwand stärker und führt meistens zu einer plötzlich auftretenden Lahmheit mit Pulsation der Fesselarterie und starker Schmerzhaftigkeit.

Der Sitz des Geschwürs lässt sich häufig durch Abdrücken mit der Hufzange lokalisieren, so dass der Tierarzt oder der Hufschmied den Abszess eröffnen kann und der Eiter abfließt.

Hornwachstumstörungen

Brüchige Hufe, schlechtes Hornwachstum, fauler Strahl und ähnliche Probleme können ganz unterschiedliche Ursachen haben und müssen nicht immer zwingend auf schlechte Pflege zurückzuführen sein. Auch Zinkmangel kann eine mögliche Ursache sein.

Nageltritt – Vernagelung

Durch eindringende spitze Fremdkörper oder durch falsches Setzen der Nägel beim Beschlagen entstehen  Entzündungen, die zu starken Schmerzen und Lahmheit führen. Da mit dem Fremdörper auch entzündungsfördernde Erreger in den Huf eindringen können, beginnen die Wunden schnell zu eitern und müssen von einem Tierarzt sorgfältig behandelt werden. (Auszüge aus „Pferde gesund und vital durch Homöopathie").
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