Parasiten bei Pferden | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Parasiten bei Pferden

Parasiten wie Würmer leben in unseren Pferden. Bei ihren Wanderungen durch den Organismus des Pferdes können sie erhebliche Schäden anrichten. Regelmäßige Wurmkuren sind unverzichtbar.
 
Pferde sind von Würmern bedroht © pixarbay/CC0 Public Domain/Wimde Graaf
Wurmkuren sollten regelmäßig durchgeführt werden

Jedes Pferd ist von Würmern bedroht.


Den Wurmbefall kann man einem Pferd nicht auf den ersten Blick ansehen. Erst bei sehr starker Verwurmung kommt es zu stumpfem Fell, Abmagerung oder auch Durchfall. Auch ein abgescheuerter Schweifansatz kann ein Hinweis auf Wurmbefall sein.


Dasselfliegen, Bandwürmer und Co.

Zwergfadenwürmer, Leberegel, Strongyliden, Pfriemschwänze, Spulwürmer, Lungenwürmer, Dasselfliegen und Bandwürmer: Die Liste der Schädlinge, die Pferde befallen können, ist lang. In den letzten Jahren ist vor allem der Bandwurm auf dem Vormarsch. Nicht alle Parasiten sind in gleichem Maße gefährlich, doch ist es auf jeden Fall zu empfehlen, das Pferd grundsätzlich so wurmfrei wie möglich zu halten.


Vorbeugende Maßnahmen

Stall- und Weidehygiene ist die beste Vorbeugung. Im Idealfall werden nicht nur Stall und Auslauf, sondern auch die Weideflächen regelmäßig abgemistet. Dadurch wird der Wurmdruck erheblich vermindert. Auch eine Wechselbeweidung mit Schafen oder auch Rindern kann die Weidehygiene verbessern, ebenso wie eine Beweidung im Wechsel mit einem Heuschnitt. Nicht nur Mist, sondern auch Matsch und Schlamm sind zu vermeiden. So ist beispielsweise im Offenstall besonders auf trockenen, festen Untergrund zu achten. Darüber hinaus ist auch Hundekot zu entfernen, da Pferde sich dadurch mit dem Hundebandwurm infizieren können, dem sie als Zwischenwirt dienen. Hunde müssen ebenfalls regelmäßig entwurmt werden.

Eine regelmäßige Untersuchung von Kotproben verrät, welche Parasiten vorhanden sind und wie erfolgreich die Wurmkuren waren. 


Wurmkuren

Regelmäßige Wurmkuren sind unumgänglich. Dabei ist es wichtig, dass alle Pferde eines Bestands gleichzeitig entwurmt werden. Für die Therapie stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Doch es wirkt nicht jeder Wirkstoff gegen jeden Parasiten. Bei der Auswahl hilft Ihnen der Tierarzt.

Da Parasiten Resistenzen bilden können und dann nicht mehr auf das jeweilige Mittel reagieren, ist es sinnvoll, das Wurmpräparat regelmäßig zu wechseln. Auch das sollte stets in Absprache mit dem Tierarzt geschehen, der die Situation am besten beurteilen kann. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das neue Präparat nicht nur anders heißt, sondern auch einen anderen Wirkstoff beinhaltet.

Entwurmt wird in Abhängigkeit vom Körpergewicht des Pferdes. Am genauesten lässt sich dieses natürlich mithilfe einer Pferdewaage bestimmen. Es gibt mobile Pferdewaagen. Falls sich die Gelegenheit bietet, wiegen Sie Ihr Pferd.

Im Zweifelsfall wird immer lieber etwas zuviel als zuwenig Wurmmittel gegeben, da sich sonst noch schneller Resistenzen bilden können.

Nach der Entwurmung können bis zu sieben Tage lang Wurmeier und Larven ausgeschieden werden. Jetzt ist Weidehygiene besonders wichtig.


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