Steckbrief: Camargue-Pferd

Hier erfahren Sie alles über Herkunft, Charakter und Eignung der Pfererasse Camargue-Pferd.
 
© Eric Isselée / Fotolia
Die "weißen Pferde der Camargue" leben auch heute noch halbwild in den Sümpfen und Weiden Südfrankreichs.

Steckbrief

  • Größe: ca. 135 - 150 cm
  • Herkunft: Südfrankreich, Rhone-Delta
  • Farbe: fast ausschließlich Schimmel, selten Füchse
  • Charakteristik: widerstandsfähiges Allround-Pferd
  • Eignung: Fahr- und Reitpferd
  • Verwendung: Freizeit-, Wander- und Distanzpferde, Arbeitspferd der Gardians zum Hüten der Rinderherden in der Camargue

Aussehen

Edler Kopf, selten ramsnasig, relativ kurzer Hals; kräftiger, kurzer Rücken; tiefe Brust; kurze, abgeschlagene Kruppe; etwas steile Schulter; trockene Gliedmaßen mit starken Gelenken; harte Hufe; große Augen; kleine Ohren.

Charakter

Wie viele sehr alte und urwüchsig lebende Rassen ist auch das Camargue-Pferd sehr charakterstark. Wer es aber einmal für sich gewinnen konnte, hat einen Freund fürs Leben.

Bewegung

Wohl durch den frühen Einfluss des Berbers bis heute vorhandene „Knieaktion“, dabei Raumgriff und Trittsicherheit im Gelände.

Herkunft

Ihre Herkunft liegt im Dunkeln. Während die einen Experten in den berühmten Camargue-Pferden die beinahe unveränderten Nachkommen des eiszeitlichen Solutrépferdes vermuten, sehen die anderen die nordafrikanischen Berberpferde als Urahnen dieser genügsamen und furchtlosen Pferderasse an. Die "weißen Pferde der Camargue" leben auch heute noch halbwild in den Sümpfen und Weiden Südfrankreichs. Dennoch werden die Tiere in regelmäßigen Abständen von Fachleuten untersucht. Die Fohlen bekommen ein Brandzeichen, Hengste, die zur Zucht untauglich sind, werden mit drei Jahren eingefangen und kastriert. Die unerschrockenen Pferde sind unersetzliche Helfer der Hirten. In einer nicht ungefährlichen Aktion werden sie zum Hüten und Zusammentreiben der Kampfstiere zugeritten. In ihrer Wendigkeit stehen sie auch den amerikanischen Westernpferden und den Andalusiern nicht nach. Außerdem dienen die trittsicheren, kräftigen Kleinpferde in ihrer Heimat als Touristenreittiere. Bei uns sind sie vor allem als Freizeitpferde im Einsatz. Das Camargue-Pferd, das erst mit ungefähr fünf bis sieben Jahren ausgewachsen, aber sehr langlebig ist, gilt seit 1968 als eigenständige Rasse.
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