Steckbrief: Deutsches Reitpferd

Hier erfahren Sie alles über Herkunft, Charakter und Eignung der Pfererasse Deutsches Reitpferd.
 
© Diana Wolfraum / Fotolia
„Deutsches Reitpferd“ ist ein Oberbegriff und umfasst in Deutschland gezüchtete Warmblutpferde.

Steckbrief

  • Größe: ca. 160 – 175
  • Herkunft: Deutschland
  • Farbe: alle Grundfarben
  • Charakteristik: Warmblüter
  • Eignung: Reit- und Fahrpferd
  • Verwendung: Freizeit, Sport

Aussehen, Charakter, Bewegung

„Deutsches Reitpferd“ ist ein Oberbegriff und umfasst in Deutschland gezüchtete Warmblutpferde. Auch wenn die Zucht in Deutschland nach wie vor sehr stark regional organisiert ist, nähern sich die Pferde äußerlich stark an, da die meisten Verbände ein ähnliches Zuchtziel verfolgen. Für das Deutsche Reitpferd wurde ein gemeinsames Zuchtziel wie folgt von ihnen formuliert: „Gezüchtet wird ein edles, großliniges und korrektes, gesundes und fruchtbares Pferd mit schwungvollen, raumgreifenden, elastischen Bewegungen, das auf Grund seines Temperamentes, seines Charakters und seiner Rittigkeit für Reitzwecke jeder Art geeignet ist.“

Folgende Rassen zählen zum Deutschen Reitpferd

Bayerisches Warmblut (WB), Brandenburger WB, Hannoveraner, Hessisches WB, Holsteiner, Mecklenburger WB, Oldenburger, Rheinisches WB, Sachsen-Anhaltiner WB, Sächsisches WB, Senner Pferd, Thüringer WB, Trakehner, WB des Zuchtverbandes für deutsche Pferde, Westfale, Württemberger WB, Zweibrücker WB

Herkunft

Einst waren die einzelnen Zuchtgebiete sehr stark voneinander abgegrenzt. Jede Region züchtete das für die eigenen Bedürfnisse geeignete und den Umweltbedingungen angepasste Pferd. Mit der gemeinsamen Ausrichtung auf den Sport, vor allem Dressur und Springen, kam es auch zu einem regen Austausch von Pferden für die Zucht. So wurden beispielsweise diverse Trakehner- und Vollbluthengste in mehreren Warmblutzuchten zur Veredelung eingesetzt, oder Hengste aus einem bestimmten Gebiet auch für eine andere Zucht zugelassen.  1973 führte die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) in der Konsequenz offiziell den Begriff „Deutsches Reitpferd“ ein und formulierte ein gemeinsames Zuchtziel (s.o.). Dabei bleiben die einzelnen Zuchtverbände aber souverän, können eigene Zuchtprogramme verfolgen und behalten auch ihre Brandzeichen.

Eignung

Wer mit Friesen fahren möchte, wird kein Problem haben, ein passendes Gespann zusammenzustellen: Die einheitliche Optik verleiht Friesengespannen einen besonderen Reiz. Auch bei Show-Vorführungen begeistern Friesenquadrillen mit eben diesem einheitlichen Auftreten. Hier sieht man oft auch Friesenreiter und -reiterinnen, die ihre Pferde im Barock-Outfit präsentieren. Da der Friese sich sehr gut für die klassische Dressur bis hin zur Hohen Schule eignet, glänzt er auch auf Barockturnieren.
Nicht zuletzt ist der Friese ein zuverlässiger Begleiter in der Freizeit. Weder Galopprennen noch große Sprünge sind seine Sache, doch trägt er seinen Reiter gerne durchs Gelände.
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