Steckbrief: Kladruber

Hier erfahren Sie alles über Herkunft, Charakter und Eignung der Pfererasse Kladruber.
 
© Sabine Heueveldop
Die Schimmel wurden am kaiserlichen Hof für Staatszwecke eingesetzt, die Rappen zu kirchlichen Anlässen.

Steckbrief

  • Größe: 160 - 170 cm
  • Herkunft: Tschechien
  • Farbe: Schimmel und Rappen
  • Charakteristik: Barockpferd
  • Eignung: Fahr- und Reitpferd
  • Verwendung: repräsentatives Kutschpferd, Dressur

Aussehen

Langer, gerader Rücken; kurzer, niedriger Widerrist; breite, kurze Kruppe; muskulöser, aufgerichteter Hals; muskulöse Hinterhand; klare Beine und Gelenke; markanter Ramskopf; große, runde Augen.

Charakter

Die spätreife, aber langlebige Rasse ist von feurigem Temperament und gutem Charakter.

Bewegung

Erhabene Grundgangarten mit viel Aufrichtung in für Barockpferde typischem Stil mit viel Kadenz im Trab und ausgeprägter Aufwärtsbewegung im Galopp.

Herkunft

Die Grundlage zur Zucht dieses erhabenen, barocken Reitpferdes legte Kaiser Maximilian II., der 1572 in Kladrub, östlich von Prag, auf der Basis andalusischer Pferde ein Gestüt gründete. Es sollte den Wiener Hof mit wertvollen Kutschpferden versorgen. Zur Generweiterung wurden später einige Neapolitaner und Hengste der verwandten Lipizzaner eingekreuzt. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen noch Oldenburger, Anglo-Normannen und Hannoveraner hinzu. Den Kladruber gibt es in zwei Farben. Die Schimmellinie geht zurück auf die beiden Hengste "Pepoli" und "Generale". Sie wird weiterhin in Kladrub gezüchtet. Stammvater der Rappen-Linie, die im Gestüt Slatinany gezogen werden, ist der 1799 eingeführte Hengst "Sacramoso". 

Eignung

Die leider sehr selten gewordenen Kladruber sind gute Reitpferde und hervorragende Karossiers.

Hätten Sie’s gewusst

Die Schimmel wurden am kaiserlichen Hof für Staatszwecke eingesetzt, die Rappen zu kirchlichen Anlässen.
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