Steckbrief: Noriker

Hier erfahren Sie alles über Herkunft, Charakter und Eignung der Pfererasse Noriker.
 
© Sabine Heueveldop
Der Noriker ist eine uralte Rasse, die in der römischen Provinz Noricum (etwa heutiges Kärnten) entstand.

Steckbrief

  • Größe: ca. 155 – 160 cm
  • Herkunft: Österreich
  • Farbe: Braune, Füchse, oft Tigerscheckung
  • Charakteristik: Mittelschweres Arbeitspferd, Kaltblüter
  • Eignung: Fahr- und Reitpferd
  • Verwendung: Landwirtschaft, Freizeitreiten

Aussehen

Schweres Arbeitspferd; kurzer, stabiler Rücken, breite Brust; schwerer, gut proportionierter Kopf; häufig Ramsnase; kurzer, muskulöser Hals; mächtige, steile Schulter; kräftige, klare Beine

Charakter

Das ausgesprochen trittsichere Gebirgspferd ist hart und anspruchslos, von eher trägem Temperament und gutem Charakter.

Eignung

Landwirtschaftliches Arbeitspferd; Kutschpferd, leichtere Pferde auch zum Reiten

Herkunft

Der Noriker ist eine uralte Rasse, die in der römischen Provinz Noricum (etwa heutiges Kärnten) entstand und ihr seinen Namen verdankt. Während der Renaissance begann die Kirche sich für die Rasse zu engagieren, vor allem die Erzbischöfe von Salzburg widmeten sich der systematischen Zucht. Vom 17. bis 19.Jahrhundert wurden Andalusier, Neapolitaner, Belgier, Kladruber, Clydesdale, Normänner, Clevelands, Oldenburger, Holsteiner und andere Rassen mehr eingekreuzt. Seit 1884 aber wird weitestgehend Reinzucht betrieben. Da der Noriker lange im Gebirge gezüchtet wurde, hat er sich den Bedürfnissen auf steilem Gelände wie kaum ein anderes Pferd angepasst.

Hätten Sie’s gewusst?

Die beiden norischen Schläge, der leichtere Oberländer und der schwerere Pinzgauer, benannt nach der österreichischen Bezirk Pinzgau im Bundesland Salzburg, werden seit 1952 in Deutschland unter der Bezeichnung "Süddeutsches Kaltblut" zusammengefasst.
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