Steckbrief: Rheinisch-deutsches Kaltblut

Hier erfahren Sie alles über Herkunft, Charakter und Eignung der Pfererasse Rheinisch-deutsches Kaltblut.
 
© Sabine Heueveldop
Hesse, Rheinisch-Westälisch, Altmärker, Thüringer – sie alle sind Rheinisch-deutsche Kaltblüter.

Steckbrief

  • Größe: ca. 160 – 172 cm
  • Herkunft: Rheinland
  • Farbe: Braune, Fuchsschimmel, Braunschimmel, Füchse
  • Charakteristik: Kaltblüter
  • Eignung: Fahr- und Arbeitspferd
  • Verwendung: Holzwirtschaft; Kutschpferde vor Planwagen; vom Aussterben bedroht

Aussehen

Schweres Viereckpferd; kurzer Rücken; runde, stark bemuskelte, oft gespaltene Kruppe; breite, tiefe Brust; schwerer, trockener Kopf; mächtiger Hals; kompakte, schräge Schulter; kurze, stämmige, trockene Beine mit Fesselbehang

Charakter

Guter Charakter, angenehmes Temperament und Arbeitswille

Bewegung

Für ein Pferd dieses Kalibers vergleichsweise raumgreifend und flüssig, vor allem der Trab.

Eignung

Früher schwere landwirtschaftliche Arbeit

Herkunft

Belgische Brabanter und Ardenner bildeten die Zuchtgrundlage dieses kräftigen Arbeitspferdes, das Anfang des 19.Jahrhunderts im Rheinland entstanden ist. Wegen der steigenden Nachfrage in Industrie und Landwirtschaft wurde das rheinisch-deutsche Kaltblut später auch in Westfalen und Sachsen gezüchtet. Vor allem das 1839 gegründete Landgestüt Wickrath machte sich um die Entwicklung dieser vielseitigen Pferderasse verdient. Diesem Kaltblüter sieht man die gewaltige Zugkraft deutlich an, vor allem im Schritt und Trab zeichnet er sich durch raumgreifende Bewegungen aus. Um 1930 machte das rheinisch-westfälische Kaltblut rund 50% des Pferdebestandes in Deutschland aus. Nach dem 2.Weltkrieg allerdings ging die Nachfrage stark zurück. Heute steht die einstmals so begehrte Rasse auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen, die alljährlich von der "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V." erstellt wird.

Hätten Sie’s gewusst?

Hesse, Rheinisch-Westälisch, Altmärker, Thüringer – sie alle sind Rheinisch-deutsche Kaltblüter. Die uneinheitliche Namengebung liegt an den unterschiedlichen Zuchtstätten, doch gehen alle Pferde auf dieselben Hengste und Stuten zurück.
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