Bei Ausbildung von Pferd und Reiter zu beachten

Wer Reiten lernen möchte, wendet sich am besten an eine Reitschule. Doch hier ist die Auswahl groß. Schauen Sie genau hin: So finden Sie die richtige Reitschule für Ihre Bedürfnisse.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Gute Schulpferde sind von entscheidender Bedeutung bei der Reitausbildung.
Viele Aspekte sind bei der Wahl der Reitschule zu beachten. Qualität des Unterrichts, Haltung und Beritt der Schulpferde, Angebotspalette und Gruppenzusammenstellung – all das will gut bedacht und in die Entscheidung mit einbezogen werden. Überlegen Sie zunächst, innerhalb welcher Entfernung Sie eine Reitschule suchen, und schauen Sie dann, welche Möglichkeiten Ihnen innerhalb dieses Radius zur Verfügung stehen. Unabhängig von der Reitweise müssen Sie grundsätzlich immer auf die gleichen Aspekte achten.

Der Unterricht

In einer guten Reitschule wird der Unterricht durch qualifizierte Reitlehrer erteilt. Auch und gerade Anfänger brauchen kompetenten Unterricht; lassen Sie sich nicht an ungelernte Hilfskräfte abschieben. Sitzübungen an der Longe sind immer sinnvoll, für Anfänger jedoch absolut unverzichtbar. Bei Abteilungsstunden sollten die Gruppen möglichst überschaubar sein, d.h. es sollten im Idealfall nicht mehr als vier bis sechs Teilnehmer gleichzeitig in der Bahn sein. Fortgeschrittene Reiter sollten grundsätzlich nicht in der Abteilung, sondern selbständig reiten; hier wird es noch enger und auch anspruchsvoller für den Reitlehrer, sodass möglichst nicht mehr als vier Reiter auf einmal Unterricht nehmen sollten.

Die Schulpferde

Gute Schulpferde sind von entscheidender Bedeutung, und entsprechend gut sollten sie ausgebildet und auch gehalten werden. Gerade bei ihrer anstrengenden Arbeit ist es wichtig, dass sie außerhalb der Reitstunden nicht nur in der Box stehen, sondern sich frei auf der Weide entspannen können. Eine artgerechte Haltung ist daher ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Reitschule. Die Pferde müssen gut genährt und gepflegt sein. Kleine Verletzungen werden sofort versorgt, und die Ausrüstung ist jedem Pferd angepasst. Satteldruck, angelaufene Beine oder ungepflegtes Lederzeug beispielsweise sind klare k.o.-Kriterien.

Darüber hinaus sind gute Schulpferde zuverlässig und gutmütig und verfügen über eine solide Ausbildung. Damit dieser Ausbildungsstand selbst unter Anfängern erhalten bleibt, müssen sie regelmäßig auch von guten Reitern gefördert werden, so dass sie weiterhin korrekt auf die Reiterhilfen reagieren und keine schmerzhaften Verspannungen durch Schon- oder Abwehrhaltungen entwickeln.

Vielseitige Ausbildung

Grundsätzlich wird der Unterricht meist in der Reitbahn stattfinden, sei es auf dem Außenplatz oder in der Reithalle. Das ist richtig und sinnvoll. Dennoch ist es wichtig, auch in der Reitschule eine vielseitige Ausbildung anzustreben. Ausritte, Bodenarbeit, Springgymnastik und auch reine Theoriestunden – all das gehört idealerweise zur Angebotspalette einer guten Reitschule und wird selbstverständlich mit einbezogen. (Britta Schön)
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