Die Abzeichen im Longieren

Es wird viel longiert in Deutschland, doch oft ohne eine entsprechende Ausbildung. Immer wieder werden die Ansprüche der Longenarbeit unterschätzt. Ein Longierabzeichen kann hier Abhilfe schaffen.
 
Ebenso wie allen anderen Abzeichen ist auch dem Longierabzeichen der Basispass Pferdekunde vorangestellt. Ehe es an die Longe geht, werden dort zunächst Grundkenntnisse rund um den vierbeinigen Sportpartner vermittelt und überprüft. Das deutsche Longierabzeichen wird in drei Kategorien abgenommen: als kleines Abzeichen Klasse IV, als bronzenes Abzeichen Klasse III und als das Longierabzeichen in Silber Klasse II.

Das kleine Longierabzeichen
Die teilnehmenden Pferde bzw. Ponys müssen mindestens fünf Jahre alt und angemessen ausgebildet sein. Pro Pferd sind nicht mehr als zwei Prüfungsteilnehmer zugelassen. Im praktischen Prüfungsteil wird longiert gemäß den Vorgaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Dabei sind Hilfszügel erlaubt. Die Richter haben das Recht, einen Pferdewechsel zu verlangen. Beurteilt wird sowohl die Einwirkung des Longenführers als auch Gehorsam, Takt und Losgelassenheit des Pferdes. In der Theorie werden Kenntnisse sowohl der Longier- als auch der Reitlehre überprüft. Auch Tierschutzbestimmungen sind relevant. Das Abzeichen gilt als bestanden, wenn in beiden Teilprüfungen eine Mindestnote von 5,0 erreicht wird.

Das Longierabzeichen in Bronze
Auch hier müssen die teilnehmenden Pferde bzw. Ponys mindestens fünf Jahre alt sein. Der Prüfling muss im Besitz des kleinen Longierabzeichens sein. In der Praxis geht es nun weiterführend um die Arbeit mit jungen Pferden sowie um die Arbeit mit älteren Pferden mit besonderem Augenmerk auf die Übergänge zur Verbesserung der Durchlässigkeit. Auch Grundübungen der Doppellongenarbeit können Bestandteil dieses Prüfungsteils sein. In der theoretischen Prüfung werden Reit- und Longierlehre in Anlehnung an die Anforderungen der Klasse A überprüft. Für einen erfolgreichen Abschluss der Prüfung wird jeweils eine Mindestnote von 5,5 verlangt.

Das Longierabzeichen in Silber
Wer seit mindestens einem Jahr im Besitz des Longierabzeichens in Bronze ist, der kann sich zur Prüfung für das silberne Longierabzeichen anmelden. Dieses stellt die höchste Stufe der Longierabzeichen dar. Die teilnehmenden Pferde bzw. Ponys sollen auch bei diesem Abzeichen ein Mindestalter von fünf Jahren aufweisen. Wichtiger ist jedoch, dass sie auch den Anforderungen der Prüfung genügen müssen. In der Praxis wird die Longenarbeit nun durch die Arbeit mit der Doppellonge und weiterhin auch Arbeit am Langzügel ergänzt. Die Langzügelarbeit zielt auf das Erarbeiten der Versammlung ab. Bestanden ist das silberne Abzeichen mit einer Mindestnote von 6,5.
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