Schlafplätze für Vögel | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Schlafplätze für Vögel

Wenn es stürmt und schneit, suchen viele Gartenvögel nach einem Nachtquartier – manche schlafen allein, andere lassen sich dort von Artgenossen wärmen. Mit einem oder mehr Nistkästen helfen Sie ihnen, gut durch den Winter zu kommen.
 
© uschi dreiucker/pixelio.de
Gut gebaut oder selbst gekauft?
Eine Nacht schutzlos der Eiseskälte ausgeliefert – das kann tödlich sein. Darum suchen im Winter viele der kleineren Wildvögel Schutz in einem Nistkasten. Vorzugsweise übernachten dort Meisen, aber auch Rotkehlchen und Rotschwänze wissen eine Wärmestube zu schätzen. Spatzen bauen sich sogar noch Winternester zum Reinkuscheln.

Einsam oder gemeinsam

Andere Gefiederte bilden Schlafgemeinschaften, wie die winzig kleinen Zaunkönige und Gartenbaumläufer, die gleich zu mehreren in einem Kasten übernachten, um sich gegenseitig zu wärmen. Da sie den Tieren helfen, Körperenergie zu sparen und nicht auszukühlen, sind Nistkästen also auch außerhalb der Brutzeit wichtige „Lebensräume“.

Begehrte Winterquartiere

Rechtzeitig, am besten noch vor dem Herbst angebracht in Garten, auf Balkon, Dachgarten, an Gartenhäuschen oder Carport, können sie manchem Vogel das Leben retten. Und haben sie sich erst als Winterquartier bewährt, macht sie das anschließend auch als Brutplatz attraktiv. Begehrt auf dem Wohnungsmarkt sind neben den üblichen Meisenkästen auch Halbhöhlen für so genannte Nischenbrüter, in denen gern Rotkehlchen und Zaunkönige Schutz suchen.

Gut gebaut oder selbst gekauft

Ob solide selbst gebaut aus Fichten- oder Tannenholzbrettern (Sperrholz oder Pressplatten sind nicht witterungsbeständig und darum ungeeignet) oder aus Holz bzw. Holzbeton im Fachhandel erworben – beides passt. Wichtig für die Sicherheit der Bewohner ist der Standort: In zwei bis drei Meter Höhe (zum Schutz vor Neugierigen), mit dem Einflugloch in Richtung Osten oder Südosten (weg von der Wetterseite) und wind- und wackelfest sollten die Nistkästen befestigt sein.

Übrigens: Wer das alljährliche Ausmisten eines Nistkastens am Ende der Brutsaison im Spätsommer versäumt hat, sollte unbedingt mit der Putzaktion bis Ende Februar warten, um Überwinterer wie Siebenschläfer oder Zitronenfalter nicht zu stören. Natürlich haben auch sie ein Recht auf ein frostsicheres Schlafhäuschen. (Nina Blersch)

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Foto: © uschi dreiucker/ www.pixelio.de
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