Kunstlicht schadet den Vogelaugen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Kunstlicht schadet den Vogelaugen

Schließen Sie einmal für einige Minuten die Augen und stellen Sie sich vor, die Welt vor Ihren Augen würde flimmern und flackern und es gäbe kein Rot mehr in ihr. Genauso geht es Vögeln, wenn sie von einer künstlichen Lichtquelle beleuchtet werden.
 
© Foto: David Dominguez / Fotolia
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Vögel sehen anders als wir und Kunstlicht, das unseren Augen angenehm ist, verändert ihre „Weltsicht“ so sehr, dass sie darunter leiden können. Am schlimmsten sind Neonleuchten. Sie gehen stets an und aus. Allerdings können wir dieses ständige Verlöschen und Aufleuchten nicht wahrnehmen, denn es findet ca. 120-mal in der Sekunde statt. Vögel sind aber „Schnellseher“; sie können rund 160 Einzelbilder pro Sekunde sehen.

Neonlicht: Disco für Vögel

Neonlicht ist für sie dasselbe wie für uns die Lichtorgel in der Disco. Dass das nicht gesund sein kann, weiß jeder, der einige Stunden vor einem flimmernden Computerbildschirm saß. Kopfschmerzen sind der Preis, den man für die schlechte Technik zahlt. Bei Hühnern, die unter solchem Licht leben, konnten Wissenschaftler Verhaltensstörungen wie Federpicken und Kannibalismus beobachten. Dem Flackern der Neonleuchten kann man mit elektronischen Vorschaltgeräten, die im Elektrofachhandel erhältlich sind, ein Ende bereiten.

UV-Strahlen als Helfer

Vögel können für uns unsichtbare UV-Strahlen wahrnehmen. Dieses Licht spielt für die Vögel eine wichtige Rolle, weil sie mit seiner Hilfe z. B. Männlein und Weiblein unterscheiden können. Gewöhnliches Kunstlicht aber enthält keine UV-Strahlen, so dass die Vögel durch die Beleuchtung teilweise „farbenblind“ sind. Heutzutage gibt es Lampen und Leuchten, die das Tageslicht imitieren (z.B. die Glühlampe Osram Biolux oder Leuchtröhren aus der TL-Reihe von Philips). Sie sind für die Vogelhaltung zu empfehlen.
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