Welche Ausstattung brauchen Ziervögel? | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Welche Ausstattung brauchen Ziervögel?

Die meisten Ziervögel brauchen in unserem Klima außer einer Gartenvoliere auch eine angeschlossenen Innenvoliere. Diese müsste für eine Anzahl von ihnen nicht nur wind- und wettergeschützt, sondern auch heizbar sein.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Welche Ausstattung brauchen Ziervögel?
Viele Ziervögel lassen sich die meiste Zeit des Jahres in einer Gartenvoliere halten, da sie sich schon weitgehend an unser Klima angepasst haben. Doch gerade auf der Nord- und Westseite sollte die Voliere durch solide Wände aus Mauerwerk, Holz-, Kunststoff- oder Glasplatten geschützt sein.

Käfig oder Voliere?

Ob sich ein Käfig oder eine Voliere besser eignet, hängt vor allem davon ab, wie groß die gehaltenen Vögel sind und wie viele von den Gefiederten Hausgenossen man sich zulegen will. Für den Käfig eignen sich alle kleinen Rassen wie Kanarienvögel, Wellensittich oder Prachtfinken. Papageien, Nymphensittiche und andere größere Tiere sind dagegen besser in einer Voliere untergebracht. Deshalb sollte der Käfig erst angeschafft werden, wenn Sie sich bereits für einen oder mehrere Vögel entschieden haben.

Der Käfig

Die Gefiederten brauchen in ihrem Käfig genug Platz zum Fliegen und Baden. Besonders wenn mehrere Vögel in einem Käfig untergebracht sind, sollte genug Raum vorhanden sein, um den Tieren, die sich ausruhen wollen, Rückzugsmöglichkeiten zu bieten. Bei der Anschaffung des Vogelkäfigs muss darauf geachtet werden, dass die Gitterstäbe weder zu weit auseinander noch zu dünn sein. Sind sie zu weit auseinander, kann der Vogel hindurchschlüpfen oder sich dabei verfangen. Wenn die Gitterstäbe zu dünn sind, besteht die Gefahr, dass der Vogel die Stäbe auseinander biegen und seinen Kopf hindurchzwängen kann, er sich dann aber nicht mehr zurückziehen lässt. Zudem sollten die Gitterstäbe waagrecht verlaufen, damit der Vogel daran herumklettern kann.

Die Gartenvoliere

Manche Vogelliebhaber bauen eine Gartenvoliere an die Südseite des Hauses, an einen Schuppen oder die Garagen an, in die dann oft die Innenvoliere integriert wird. Bald reichen diese ersten Schritte für Vogelunterkünfte nicht mehr aus, da sich der Bestand vergrößert hat und Ihre Ansprüche und die der Vögel für deren erfolgreiche Zucht gestiegen sind.

Das Vogelhaus

Der Traum vieler Vogelfreunde ist ein Vogelhaus. Das ist im Idealfall ein festes Haus mit einem Gang entlang der Mitte und einem Oberlicht darüber. Auf der Südseite des Ganges liegen Reihen von Innenvolieren mit großen Gittertüren. Darin befinden sich wiederum kleine Schwingtüren und Klappen, um die Vögel zu Füttern. Diese Innenvolieren sollten für kleinere Vögel mindestens einen Meter breit, zwei Meter tief und mindestens zwei Meter hoch sein. An ihrer Südseite schließen sich die Gartenvolieren von gleicher Breite an, die durch Drahtglasfenster oder geriffelte Kunststoff-Doppelstegplatten abgegrenzt sein sollten. So können die Vögel diesen „Hindernissen“ ausweichen, wenn sie von innen nach außen oder wieder zurück möchten.

Zwischen Innen- und Außenvoliere werden am besten zwei Klappen angebracht: Eine Durchflugklappe in ca. ein bis eineinhalb Meter Höhe und eine in Bodennähe für Wachteln, Boden- und Jungvögel, die nicht so hoch kommen. Die Öffnungen der Klappen für kleine Vögel sollten ca. 12 x 12 Zentimeter oder etwas mehr betragen und auf beiden Seiten Anflugbretter haben. Viele Vögel lernen einfach hindurch zu fliegen, andere setzen sich vor dem Start erst einmal darauf. Sind die Klappen mit Schiebern versehen, lassen sie sich bei Bedarf beliebig  von Innen und Außen schließen oder hochziehen. (Horst Bielfeld)
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