Eiweißmangel bei Papageien | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Eiweißmangel bei Papageien

Bei einseitiger Ernährung mit Körnerfutter leiden Papageien häufig an Eiweißmangeln. Oftmals zeigen sich die fatalen Folgen der Mangelernährung erst nach Jahren.
 
© Foto: A Blue Kind of Black / Fotolia
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Papageien leben nicht vom Korn allein. Sie brauchen neben ihrem Körnerfutter unbedingt auch Nahrung, die tierisches Eiweiß enthält, wie z.B. Fleisch und Eier. Körnerfutter bildet zwar die Grundlage des Speiseplanes, es muss aber durch ein eiweißreiches, fettarmes Weichfutter ergänzt werden. Ideal geeignet ist spezielles Weichfutter aus dem Zoofachhandel, dessen Zutaten optimal auf den Bedarf der Vögel abgestimmt sind und das mindestens ein Prozent Lysin und 20.000 I.E. Vit.A/kg enthält.

Der Trick mit dem Vogelbrei

Papageien, die kein eiweißreiches Weichfutter bekommen, können jahrelang gesund erscheinen, bevor die fatalen Folgen der falschen Ernährung erkennbar werden. Oft sind die Vögel dann durch die falsche Fütterung auf Körner fixiert und nur schwer dazu zu bringen, Weichfutter zu fressen. Um die Tiere daran zu gewöhnen, das lebensnotwendige Eiweißfutter zu fressen, wendet man folgenden Trick an: Man mischt jeweils die gleiche Menge Körnerfutter, Eiweißfutter und Vollkornfertignahrung für Säuglinge (z.B. Milupa-7-Korn-Brei) zusammen. Diese Mischung wird soweit mit Wasser verdünnt, dass eine krümelige Masse entsteht, die nicht am Schnabel des Vogels kleben bleibt. Dieser Futterbrei muss selbstverständlich stets frisch angerührt und der Futtertrog täglich gründlich gesäubert werden. Erst wenn der Papagei diesen Brei gefressen hat (Graupapageien und Amazonen täglich ca. 40 Gramm) werden das gewohnte Körnerfutter oder andere Leckerbissen gereicht. Bald schon wird der Papagei so „auf den gesunden Geschmack“ kommen.
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