Zebrafinken füttern

Zebrafinken sind kleine Gourmets, die auf ihrem Speiseplan Abwechslung und Vielseitigkeit schätzen. Lesen Sie, welche Futterbestandteile die Vögel brauchen, um lange fit und gesund zu bleiben.
 
© Foto: Antje Lindert-Rottke / Fotolia
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Zebrafinken sind Körnerfresser, die eine sehr ausgewogene, vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung benötigen. Die notwendige Energie liefern vor allem Kohlenhydrate und geringe Mengen Eiweiß und Fett. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen ebenfalls zugefüttert werden.

Sämereien sind das täglich’ Brot

Die Hauptnahrung der australischen Vögel besteht aus halbreifen, reifen und keimenden Grassamen; ersatzweise können Sie unterschiedliche Hirsesorten anbieten. Achten Sie darauf, dass das Körnerfutter frisch und nicht staubig ist. Hängen Sie zusätzlich Kolbenhirse im Käfig auf: Zebrafinken macht es besonderen Spaß, sich diesen Leckerbissen erst zu erarbeiten. Glanz (Kanariensaat) und Haferkeime sind ebenfalls begehrt und gesund. Ölsaaten wie Negersaat, Salatsamen, Leinsamen, Rübsen und Mohn sollten Sie wegen des höheren Anteils an Fett und Proteinen nur in kleinen Mengen verfüttern. Wollen Sie die Saaten nicht einzeln kaufen, ist eine fertige Mischung für Prachtfinken empfehlenswert. Außerdem lieben die netten Rotschnäbel Wildsämereien, die es ebenfalls im Zoofachhandel gibt. Bieten Sie zudem Keimfutter an; das ist leicht verdaulich und reich an Vitaminen und anderen Nährstoffen. Besonders gut eignet sich Hirse, die Sie zwölf Stunden in Wasser quellen lassen und dann in einem Sieb gut durchspülen sollten. Danach geben Sie die Körner 24 Stunden in eine abgedeckte Schale, bis sie keimen.

Frischkost dient der Gesundheit

Auch an Gräsern und Kräutern knabbern Zebrafinken gerne. Sie sind noch wertvoller als Keimfutter. Sammeln Sie allerdings nur an garantiert pestizid- und abgasfreien Stellen. Oder säen Sie Grassorten wie Rot- und Wiesenschwingel, Ray-, Schaf-, Knäuel- und Riepengras direkt im eigenen Garten bzw. in einem Blumenkasten auf dem Balkon bzw. der Fensterbank aus. Andere gesunde Futterpflanzen sind Löwenzahn, Hirtentäschelkraut, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Vogelmiere, Schaumkraut und Schafgarbe. Außerdem werden gerne Salat, Petersilie, Salatgurkenscheiben, geriebene Möhren und Früchte wie Äpfel, Bananen und Beeren gefressen. Da die Geschmäcker aber  bekanntlich verschieden sind, müssen Sie ausprobieren, was Ihre Vögel mögen. 

Stellen Sie Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor stets in Form von (gewässerten) Sepiaschalen, Hühnereischalen, Vogelgrit oder speziellen Mineralstoffmischungen zur Verfügung. Ebenfalls unerlässlich ist eine Schale mit Sand oder Vogelgrit. Täglich frisches Trink- und Badewasser darf zum Wohle der netten Vögel nicht fehlen.

Weitere Tipps:
  • Lagern Sie Körnerfutter trocken, dunkel und luftig. Mineral- und Weichfutter bewahren Sie am besten in Gläsern mit Schraubdeckel auf.
  • Die Frische von Körnerfutter können Sie anhand der Keimprobe überprüfen: Legen Sie ca. 100 Körner einer Sorte zum Keimen in Wasser. Die Saat ist frisch, wenn mehr als die Hälfte keimt.
  • Bieten Sie das Futter in stabilen Gefäßen oder in speziellen Futterspendern an und stellen Sie die Futterstation unbedingt so auf, dass es nicht durch Kot beschmutzt oder mit Badewasser bespritzt wird, denn die Infektionsgefahr durch Bakterien und Schimmel ist sonst groß.
  • Verfüttern Sie Frischfutter nie direkt aus dem Kühlschrank, sondern erst, wenn es Zimmertemperatur erreicht hat.
  • Erneuern Sie das Frischfutter täglich und entfernen Sie nicht gefressene Reste, damit sie nicht im Käfig verderben.
  • Setzen Sie einen Zebrafinken nie auf Diät, indem Sie nur noch eine Futtersorte geben. Die kleinen Vögel brauchen unbedingt ein ausgewogenes und vielseitiges Nahrungsangebot, da schon kurze Hungerperioden wie auch eine einseitige Ernährung zu schweren gesundheitlichen Schäden führen können.
(Annette Schmitt)
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