Ziervögel erziehen und beschäftigen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Ziervögel erziehen und beschäftigen

Wenn Vögel Freiflug haben, hinterlassen sie oft unschöne Spuren. Mit ein paar Tricks verhindern Sie die Kleckse. Und mit ein bisschen Glück gewöhnen Sie Ihre Gefiederten an den Flug zum Töpfchen.
 
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Die Kleckse sind zwar klein, trocknen schnell und sind dann gut zu entfernen, aber unglücklicherweise haften sie hartnäckig an Wand oder Bildern. Sie saugen sich zwischen Teppichflusen fest, und es ist auch nicht jedermanns Sache, wenn es „plopp“ auf der Sofalehne oder der Tischdecke macht. Und deshalb müssen viele Zebrafinken, Wellensittiche, Kanarienvögel und erst recht ihre größeren Artgenossen auf Freiflug verzichten. In großen Volieren ist der auch nicht nötig, doch wer im kleinen schmucken Vogelheim wohnt, sollte einmal pro Tag auch die Flügel benutzen können.Start- und Landebahn mit Auffangstation.

Wenn Sie Ihre Vögel innerhalb deren eigener vier Wände mal beobachten, werden Sie feststellen, dass die Kleckse nicht wahllos im Käfig verteilt sind, sondern sich an bestimmten Stellen auf dem Boden „stapeln“. Vögel lupfen ihren Schwanz nämlich durchaus bewusst. Sie erleichtern sich meistens vor einem „Start“ und genauso gerne bei der Landung nach einem Flug. Und unterm Lieblingsplatz im Vogelheim landen auch etliche Klümpchen. Das können Sie beim Freiflug gezielt ausnutzen. Schaffen Sie zunächst eine einladende Plattform auf dem Käfig, zum Beispiel eine Naturaststange oder einen Haken mit Kolbenhirse, Knabberkräcker etc., damit Ihr Vogel nach dem Verlassen des Käfigs zuerst einmal sein Hausdach erklimmt.

Plätze schaffen für den Klecks

Zeit für Klecks eins: Locken Sie ihn danach auf „seinen“ Landeplatz. Das kann ein Kletterbaum (für Sittiche und Papageien) sein, eine große flache Wanne mit Kräutern und Badeeck (für Prachtfinken und Kanaris). Oder aber die Gardinenstange, ein aus Zweigen gesteckter Vogel-Strauß. Wichtig ist nur, dass er sofort „ins Auge fällt“ und so attraktiv ist, dass jeder Piepmatz dorthin fliegt und landet. Chance für Klecks zwei. Denn unter den Landeplatz haben Sie eine Schale mit Sand, eine alte Zeitung, eine Plastikfolie gelegt, um das „Drama“ abzufangen.

Der "Potty"-Trick

Bei sehr zahmen Vögeln und blitzgescheiten Krummschnäbeln können Sie auch den „potty“-Trick probieren. Bleiben Sie beim Freiflug vor Ort und begleiten Sie jeden Klecks an der richtigen Stelle mit einem anerkennenden Wort. Dieses Wort muss ausschließlich dafür eingesetzt werden, sonst verliert es seine Wirkung. Die Vögel verknüpfen es nach einiger Zeit mit ihrem Tun. Dann brauchen Sie nur stumm zu bleiben, wenn ein Malheur an falscher Stelle platziert wird. Viele Großsittich- und Papageienhalter schwören, dass ihr Vogel mit dieser Methode stubenrein wurde. Einen Versuch ist’s wert. (Ursula Birr)[VIDEO:]4006
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