Steckbrief Bachstelze | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Bachstelze

Bachstelzen sind oft in Wassernähe zu finden. Ihr Lebensraum befindet sich allerdings auch auf Wiesen und Wegen in Parks oder in der Stadt. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Fortpflanzung, Entwicklung, Lebensweise, Verhalten, Kommunikation und Ernährung der Bachstelze.
 
Steckbrief Bachstelze © rick thornton / Fotolia
Es gibt eine Unterart, die Trauerbachstelze.

Steckbrief

  • Körperlänge: 18 cm
  • Gewicht: 25 g
  • Lebenserwartung: bis zu 10 Jahre
  • Verbreitung: Europa und Teile Asiens
  • Lebensraum: Wasserumgebung
  • Artbestand: Nicht gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Sperlingsvögel
  • Familie: Stelzen und Pieper
  • Gattung: Stelzen
  • Art: Bachstelze

Aussehen

Die Bachstelze ist ein schlanker Vogel, der gut zu erkennen ist. Das Gefieder der Bachstelze ist schwarz-weiß. Ihr Rücken ist grau. Die Kehle und die Haube auf dem Kopf sind schwarz. Die Stirn, die seitlichen Kopfseiten und der Bauch sind weiß gefärbt. Die Bachstelze hat außerdem einen langen Schwanz und sehr lange Beine.

Fortpflanzung und Entwicklung

Das Weibchen ist für den Nestbau zuständig. Das Nest befindet sich in offenen Höhlen, wie Holzstapeln, Baumhöhlen, Mauerspalten oder Stalldächern. Bachstelzenweibchen brüten zweimal pro Jahr. Im April beginnt die erste Brut, von fünf bis sechs weiß-gräulichen, dunkel gestrichelten und gepunkteten Eiern. Die Eier werden 14 Tage gebrütet. Die Nestlinge sind anfangs blind und werden von beiden Eltern gefüttert. Nach etwa 14 Tagen sind sie flügge.

Lebensweise und Verhalten

Bachstelzen sind oft in Wassernähe zu finden. Ihr Lebensraum befindet sich allerdings auch auf Wiesen und Wegen in Parks oder in der Stadt. Im Herbst ziehen sie Richtung Süden in den Mittelmeerraum bis nach Nordafrika. Bachstelzen aus den südlichen Zonen bleiben, den Winter über in ihrem Brutgebiet. Die Vögel, die über die kalte Jahreszeit in den Süden geflogen sind, kehren ab März nach Mittel- und Nordeuropa zurück. Die Bachstelze ist oft in Bewegung. Sie hat einen ausdauernden, trippelnden Lauf. Außerdem hat sie einen auffälligen, wellenförmigen Flug. Nach schnellen Flügelschlägen lässt sie sich fallen. Anschließend flattert sie weiter, um wieder Höhe zu gewinnen.

Kommunikation

Den Gesang hört man von der Bachstelze selten. Ihre Rufe klingen wie "zipp", "zwilipp" und "ziss" und werden oft beim Auffliegen abgegeben.

Ernährung

Die Nahrung der Bachstelze ist hauptsächlich tierisch. Sie ernährt sich von Insekten, wie Mücken, Fliegen, Ameisen und Würmern.

Hätten Sie’s gewusst?

Es gibt eine Unterart, die Trauerbachstelze. Diese kommt fast nur in Großbritannien vor und unterscheidet sich von der Bachstelze durch einen schwarzen Rücken.
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