Vogelnester vor Räubern schützen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Vogelnester vor Räubern schützen

Statt der Katze sinnlos das Leben schwer zu machen, sollten Sie Schutzmaßnahmen für die Vogelfamilie treffen. Dadurch vermasseln Sie auch Eichhörnchen und Mardern die Tour. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.
 
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Brutplätze müssen geschützt werden.
Einer Katze die Jagd auf Vögel abzugewöhnen ist vergebliche Liebesmüh. Auch wenn Sie sich Tag und Nacht auf die Lauer legen und die Jägerin kräftig mit dem Wasserschlauch bespritzen, ist der Erfolg nicht garantiert. Andererseits werden Katzen oft Missetaten angelastet, die auf das Konto anderer, wesentlich geschickterer Nesträuber gehen: Für Eichhörnchen, Marder, Krähen, Elstern und sogar Kohlmeisen ist Vogelbrut ein gefundenes Fressen. Anders als viele Singvogelräuber zerstören Katzen auch keine Gelege, weil es nicht ihre Art ist, Eier aufzuschlagen, um sie auszuschlürfen.

Brutplätze schützen

Das Augenmerk sollte also gleich dem Vogelnachwuchs gelten: Was kann man alles tun, um ihre Kinderstuben ausreichend zu sichern? Hat sich das Vogelpärchen auf einem Baum eingenistet, egal ob im Nistkasten oder Geäst, muss die Möglichkeit für eine Kletterpartie ins Vogelnest bzw. Vogelhaus unterbunden werden. Einen guten und kostenlosen Schutz gewährt mannshoch um den Stamm gebundenes Schnittholz von dornigen Sträuchern. Die Zweigenden zeigen dabei nach unten. Für Sicherheit sorgt auch eine unten um den Baum gelegte Manschette aus Blech oder Kunststoff. Die Manschette sollte ca. zwei Meter über dem Erdboden beginnen und etwa 80 Zentimeter hoch sein, damit der Räuber sie nicht überwinden kann. Notfalls tut’s auch ein Plastikeimer ohne Boden, der um den Baum geklemmt wird.

Im Handel erhältlich sind außerdem Katzen-Abwehrgürtel, ein kleinerer für Baumumfänge bis 70 Zentimeter und ein großer für Baumumfänge bis 115 Zentimeter. Die langen Metalldornen sind ein hervorragendes Hindernis. Besonders gefährdet sind Vogeljunge, deren Nistplätze in der unteren Etage der Vegetation liegen, etwa die vom Zaunkönig . Um hier Nesträubern den Zugriff zu erschweren, verzichtet man weitgehend auf das Beschneiden der Bäume und Sträucher. (Nina Blersch)

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