Steckbrief Dunkelroter Ara | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Dunkelroter Ara

Der Dunkelrote Ara ist von Panama bis Paraguay beheimatet. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung des Dunkelroten Ara.
 
Arafoto © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Trotz aller Neugierde sollten Vogelliebhaber davon absehen, in den Nistkasten zu schauen.

Steckbrief

  • Körperlänge: 90 - 95 cm
  • Gewicht: 1000 - 1700 g
  • Lebenserwartung: 50 Jahre
  • Verbreitung: Große Teile Südamerikas östlich der Anden
  • Lebensraum: Tropische Wälder, Savannen
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Aras
  • Gattung: Aras
  • Art: Grünflügelara (Ara chloroptera)

Aussehen

Das Rot seines Gefieders ist etwas dunkler als beim Hellroten Ara. Die kleinen Flügeldecken sind beim Grünflügelara grün, die großen Flügeldecken zeigen sich in einem helleren Blau. Auf den weißen Wangen reihenweise rote Federchen. Bei Jungvögeln sind die Augen noch dunkel. Der Unterschnabel ist noch nicht schwarz, sondern grau, der Schwanz ist noch kürzer. Ansonsten stimmen die Gefiederfarben der hell- und dunkelroten Aras fast völlig überein.

Nachwuchs und Aufzucht

Aras brüten in den Höhlen hoher, kräftiger Bäume. Wenn diese schon abgestorbenen oder ausgefault sind, graben die Vögel ihre Nisthöhlen selbst. Oftmals finden sie auch natürliche oder von Spechten oder Bartvögeln verlassene Höhlen vor, die sich teilweise in Höhen von mehr als 20 Metern befinden. Die Vögel eines Paares sind unzertrennlich und das Weibchen wird während der Balz und der Brut zunehmend gefüttert. Nach einer Brutdauer von 25 bis 29 Tagen werden die zwei bis vier zuerst völlig nackten Nestlinge zuverlässig aufgezogen. Sie brauchen 13 - 15 Wochen in der Nisthöhle, um voll befiedert und damit flügge zu sein. Nach weiteren vier bis fünf Wochen sind sie selbstständig.

Lebensweise und Verhalten

Der Dunkelrote Ara ist von Panama bis Paraguay beheimatet. Er kommt nur bis zu den östlichen Ausläufern der Anden und ab Belem südwärts vor. In der Nähe des Atlantiks ist er nicht zu finden. Wurde er früher noch als Brutvogel im Norden Argentiniens gesichtet, zeigt er sich heute dort höchstens noch als Strichvogel. Da er infolge der vielen Exporte für Vogelliebhaber in vielen Gebieten selten geworden ist, wurde ein Fangverbot verhängt. Grünflügelaras leben sehr eng als Paare zusammen.  Zum Fressen von Mineraliensand kommen sie in großen Schwärmen mit Artgenossen, Hellroten Aras und Gelbbrustaras zusammen.

Kommunikation

Die Stimme des Aras ist tief und rau und hört sich wie „räh-ääkh“ an. Während des Fluges ruft er etwas leiser und weicher. Wenn er mit seinen Partnern oder Menschen spricht, klingt seine Stimme sanft und weich. Nur selten lässt er dann sein lautes Kreischen hören.

Ernährung

Mit vielen Früchten, Obst, Gemüse, Beeren, jungen Trieben, Knospen, Grünem oder frischen Zweigen zum Benagen, lässt sich dem Ara viel Freude bereiten. Von der Papageien-Körnerfutter-Mischung, besonders von den ölhaltigen Körnern, sollte er nicht zuviel bekommen. Besser ist es, diese gekeimt zu reichen. Das sind sie nicht nur reicher an Vitaminen, sondern auch verträglicher. Hasel-, Wal-, Zirbelnüsse, Pignolien, Pistazien und alle anderen Nüsse sollten nur in geringen Mengen als Leckerbissen gegeben werden. Ein Kalkstein, ein Mineralien-Futtergemisch und täglich frisches Trinkwasser sind ein Muss. Statt eines Bader bevorzugen diese Vögel eine Sprüh- oder Regendusche.

Haltung

Früher wurden Aras fast nur als liebe Einzelvögel gehalten. Das wird heute fast nur dort praktiziert, wo kein Artgenosse als Partner aufzutreiben ist. Ihre Zucht gelingt am besten in einer großen Außenvoliere mit angeschlossener, heizbarer Innenvoliere.

Hätten Sie's gewusst?

Trotz aller Neugierde sollten Vogelliebhaber davon absehen, in den Nistkasten zu schauen. Denn falls schon Eier oder Junge darin lieben, könnte das die Eltern so sehr beunruhigen, dass sie das Gelege oder die Nestlinge aufgeben, hinauswerfen oder gar töten. Grünflübelaras wollen ihren Nachwuchs völlig ungesört aufziehen.
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