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Steckbrief Goldnackenara

Der Goldnackenara kommt in Süd-Brasilien, Bolivien, Paraguay und Nord-Argentinien vor. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung des Goldnackenara.
 
© Daniel F. Q. Schumaher / iStockphoto
Als Einzelvogel sucht er fast immer die enge Bindung zu einem Menschen aus der Familie.

Steckbrief

  • Körperlänge: 37 - 45 cm
  • Gewicht: 250 - 300 g
  • Lebenserwartung: 18 - 24 Jahre
  • Verbreitung: Südwest-Brasilien, Bolivien, Paraguay, Nord-Argentinien
  • Lebensraum: Bewaldetes Grasland
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Aras
  • Gattung: Aras
  • Art:  Goldnackenara (Ara auricollis)

Aussehen

Dieser grüne Ara hat ein gelbes Nackenband und ein nacktes, weißes Gesicht mit orangeroten Augen. Der Schnabel und die Stirn sind schwarz. Das Schwarz geht bis zum Hinterkopf ins Grün über. Die Handschwingen und die Schwanzspitze sind blau, die Schwanzbasis ist – mit mehr oder weniger Rot – grün. Die Füße zeigen sich hell fleischfarben. Das Weibchen und die Jungvögel sehen dem Männchen gleich.

Nachwuchs und Aufzucht

Zur Aufzucht  der Jungen dienen Höhlen in oft hohen Bäumen. Die zwei bis vier Eier werden vom Weibchen innerhalb von 27 Tagen ausgebrütet. Die Jungen verlassen mit 70 - 80 Tagen das Nest. Danach werden sie noch bis zu drei Monate lang gefüttert. Die Art wurde erstmals 1968 und seitdem öfter gezüchtet.

Lebensweise und Verhalten

Der Goldnackenara kommt in Süd-Brasilien, Bolivien, Paraguay und Nord-Argentinien vor. Dort bewohnt er tropisch-feuchte wie auch trockene, halb offene Waldgebiete. Man findet ihn ferner auf Baumgruppen in kultiviertem Land und auf Ranches. Am liebsten ist ihm hügeliges Tief- und Flachland bis 600 Meter Höhe. Nur selten begibt er sich auch höher. Er ist in größeren Flügen oder sogar in Schwärmen anzutreffen, die in die Hunderte gehen können. Auch im Schwarm bleiben die angepaarten Vögel treu zusammen. Zur Brutzeit suchen sie eine Nisthöhle in einem ihnen zusagendem Biotop auf.

Kommunikation

Während des Fluges stoßen sie einen hohen, heiseren Schrei aus. Dieser wird noch höher, wenn sie Angst haben oder Gefahr droht. Ansonsten sind die Rufe eher krächzend, laut und zweisilbig. Sprechen und Pfeifen lernen nur wenige Vögel, und die auch nur mäßig.

Ernährung

Als Nahrung dienen ihm in der Natur Feigen, Palm- und viele andere Früchte, Knospen und Samen. Als Futter ist eine Samenmischung für Papageien und Großsittiche zu empfehlen. Letzter ist vor allem deshalb geeignet, da sie weniger ölhaltige Samen erhält. Das überwiegend aus Hanf und Sonnenblumenkernen bestehende Futter ist in gekeimtem Zustand viel verträglicher und reicher an Vitalstoffen. Obst, Gemüse, Salat und Grünfutter sind dem Goldnackenara sehr wichtig. Für die Aufzucht der Jungen ist ein Weichfutter, angereichert mit den oben genannten Futtermitteln und eventuell einigen Mehlkäferlarven, Pinkys oder Heimchen erforderlich.

Haltung

Der Goldnackenara wird gern gehalten, da er friedlich ist und schnell zutraulich wird. Die Einzelhaltung im großen Käfig wird kaum noch praktiziert. Er lässt sich mit anderen Papageien in einer großen Voliere gut gemeinsam halten. Nur wenn ein Pärchen in Brutstimmung kommt, sollte es eine Voliere für sich erhalten, so dass die Jungen ganz ungestört aufgezogen werden können.

Hätten Sie’s gewusst?

Als Einzelvogel sucht er fast immer die enge Bindung zu einem Menschen aus der Familie. Selbst wenn dieser sich nicht so stark um ihn kümmert und andere für sein Futter, Wasser und seine Sauberkeit sorgen, hängt er an seiner Bezugsperson. Sieht er sie für längere Zeit nicht, kann es durchaus vorkommen, dass  der Vogel bei während der Abwesenheit seines menschlichen „Partners“ trauert. Dafür ist er bei seiner Rückkehr vor Freude oft ganz aus dem Häuschen.
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