Steckbrief Hellroter Ara | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Hellroter Ara

Der Hellrote Ara ist vom Südosten Mexikos über Mittelamerika bis Zentral- Brasilien beheimatet. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung des Hellroten Ara.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Es gibt Mischlinge des Hellroten Aras mit Grünflügel-, Gelbbrust- und dem Großen Soldatenara.

Steckbrief

  • Körperlänge: 84 - 89 cm
  • Gewicht: 900 - 1500 g
  • Lebenserwartung: 40 Jahre
  • Verbreitung: Südost-Mexiko bis Zentral-Brasilien
  • Lebensraum: Feuchte Tieflandwälder, Savannen, Flussufer
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Aras
  • Gattung: Aras
  • Art: Hellroter Ara (Ara macao)

Aussehen

Der Hellrote Ara hat ein hellrotes Körpergefieder. Seine kleinen- und mittleren Flügeldecken sind gelb mit grünen Spitzen, die großen Flügeldecken sind blau, jedoch etwas heller als die Schwingen. Die oberen und unteren Schwanzdecken sind ebenso wie die äußeren Schwanzfedern blau. Sonst ist der gestufte Schwanz rot. Das nackte Gesicht ist weiß, die Augen sind gelb. Der Oberschnabel zeigt sich weißlich, der Unterschnabel schwarz. Auch die Füße sind grau bis schwärzlich.

Nachwuchs und Aufzucht

Diese Vögel brüten in selbst gebauten Nisthöhlen in 10 bis 20 Meter Höhe. Dazu bevorzugen sie abgestorbene, morsche Bäume oder abgebrochene und ausgefaulte Stämme. Die Zucht ist schon öfter gelungen. Als Quartier eignet sich am besten eine große Außenvoliere mit angeschlossener, heizbarer Innenvoliere. Ihre  zwei bis vier Nestlinge ziehen sie nach einer Brutdauer von 25 bis 28 Tagen zuverlässig auf. Nach gut 100 Tagen sind die Jungen flügge und werden dann noch 30 bis 45 Tage lang von den Eltern gefüttert. Sie bleiben noch lange im Familienverbund.

Lebensweise und Verhalten

Der Hellrote Ara ist vom Südosten Mexikos über Mittelamerika bis Zentral- Brasilien beheimatet. Im Südosten Brasiliens, in den Anden und an der Westküste Südamerikas fehlt er. Sein bevorzugter Lebensraum sind feuchte Wälder im Tiefland, breite, freie Ufersäume, Savannen und Lichtungen mit wenigen hohen Bäumen. Manche Schwärme (bis zu 20 Vögel) haben ihre Schlafbäume in den Mangroven. Oft sieht man aber nur einzelne Paare mit ihrem Nachwuchs. Diese halten dann treu zusammen, wenngleich sich die Jungvögel ihre künftigen Partner häufig in anderen Gruppen suchen.

Kommunikation

Als Warn- und Angstschrei lässt der Hellrote Ara ein laut gellendes Kreischen hören. Im Fluge ist er weniger hart und laut. Während der Futtersuche sind die Vögel schweigsam. An ihren Rastplätzen lassen die nebeneinander sitzend gedämpfte Geräusche hören.

Ernährung

Hoch in den Bäumen suchen die Hellroten Aras nach Samen, Nüssen, Früchten, Beeren, Knospen, jungen Trieben und Grünem. Als gehaltene Vögel erhalten sie Papageien- und Großsittich-Mischfutter mit Sonnenblumenkernen, geschältem Hafer, Weizen, Hirsen, Glanz, etwas Hanf und Erdnüssen. Gerne werden auch Gerste, Buchweizen, getrocknete Vogelbeeren und Zweige zum Benagen genommen. Je nach Vorhandensein eignen sich auch Obst, Früchte, Beeren und Grünes. Hasel-, Wal-, Zirbelnüsse und Pistazien sind nur als Leckerbissen zu geben. Ein Kalk-Mineralstoff-Gemisch, auch in harter Steinform, und frisches Trinkwasser sollten den Vögeln stets zur Verfügung stehen. Statt zu baden lieben sie es, abgeduscht zu werden.

Haltung

Als viel gehaltener und auch schon häufig gezüchteter Vogel ist der auch Arakanga genannte Hellrote Ara als Käfig- und Volierenvogel bekannt. Mit gleich großen Aras lebt der Hellrote in einer großen Voliere friedlich zusammen. Wenn möglich, sollten Einzelvögel zu Paaren zusammengeführt werden. Mittel eines DNA-Federkieltests kann vorher festgestellt werden, ob es sich bei den Vögeln auch um ein Männchen und ein Weibchen handelt. Wenn Eier oder Junge im Nistkasten sind, ist dieser Ara meistens noch aggressiver als seine Verwandten. 

Hätten Sie’s gewusst?

Es gibt Mischlinge des Hellroten Aras mit Grünflügel-, Gelbbrust- und dem Großen Soldatenara.
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