Steckbrief Bandfink / Bandamadine | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Bandfink / Bandamadine

Der Bandfink kommt südlich der Sahara von Senegal bis Äthiopien, südwärts bis Mosambik und Botswana und bis zum Osten Angolas vor. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung des Bandfinken.
 
© Linn Currie / Fotolia
Das Sozialverhalten ist bei den Bandfinken sehr ausgeprägt.

Steckbrief

  • Körperlänge: 12 cm
  • Gewicht: 15 - 20 g
  • Lebenserwartung: 6 - 13 Jahre
  • Verbreitung: Afrika
  • Lebensraum: Buschreiche Savannen, Steppen, Kulturland
  • Artbestand: Nicht gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Singvögel
  • Familie: Prachtfinken
  • Gattung: Amadinen
  • Art: Bandamadine (Amadina fasciata)

Aussehen

Der Bandfink kommt in sechs verschiedenen Unterarten vor, die sich nur wenig unterscheiden. Er ist graubraun gefärbt, das Gefieder ist mehr oder weniger geschuppt, und zwar auch auf dem Kopf. Während das Weibchen den Weibchen der meisten Sperlinge ähnelt, trägt das Männchen ein rotes Kehlband, das bis zur Ohrgegend reicht.

Nachwuchs und Aufzucht

Ihre Nester bauen die Bandfinken in dorniges Gebüsch. Sie nehmen auch Webernester an, die sie mit weichen Grasrispen und Federn auspolstern. Das Weibchen legt meisten vier bis sechs weiße Eier, aus denen nach einer Brutdauer von zwölf bis 13 Tagen die Jungen schlüpfen. Nach dem Schlüpfen sind sie fast nackt, haben eine schwarze Haut und sind auf der Oberseite mit einigen grauen Dunen bedeckt. Die Nestlinge haben gelblich-weiße Schnabelrandwülste. Sie wachsen schnell heran und verlassen mit 21 bis 23 Tagen das Nest. Zur Aufzucht ihrer Jungen verfüttern Bandamadinen sehr viele Termiten.

Lebensweise und Verhalten

Der Bandfink kommt südlich der Sahara von Senegal bis Äthiopien, südwärts bis Mosambik und Botswana und bis zum Osten Angolas vor. Nur die UIrwaldgebiete des Kongobeckens und darum meidet er. Er lebt in den Höhenlagen zwischen Meeresspiegel bis 1600 Meter. Außerhalb den Brutperioden sind die Bandamadinen besonders gegen Ende der Regenzeiten in oft großen Schwärmen auf der Futtersuche anzutreffen. Gegen Ende der Regenzeite und zu Beginn der Trockenzeit sondern sich die Paare ab, um in einem Dornbusch ein Nest zu bauen. Die vielen Paare bleiben oft in Hörweite zueinander. Oft richten sie auch verlassene Webervogelnester mit wenigen Halmen nach ihren Bedürfnissen her.

Kommunikation

Das Sozialverhalten ist bei den Bandfinken sehr ausgeprägt. In langen Reihen sitzen sie auf den Zweigen, betreiben gegenseitige Gefiederpflege und kraulen sich. Die Männchen singen dann und haben ihre Zuhörer. Ihr Gesang ist leises Schnurren, Summen und Brummen. Dabei sträuben sie ihr Kopf- und Bauchgefieder und drehen Kopf und Oberkörper ruckartig hin und her. Als Lockruf gilt ein lautes „ki-err", als Flugruf lassen sie ein schwaches „iih-iih-iih" hören.

Ernährung

Als Hauptfutter dient ein Exotengemisch aus verschiedenen Hirsesorten und Glanz. Gerne werden auch Kolbenhirse (auch gekeimt) fund Grünes genommen. Zur Aufzucht benötigen sie animalisches Futter in wohl dosierten Gaben, Aufzuchtfutter, Keimfutter und Grünes.

Haltung

Bandamadinen können in Käfigen oder Volieren gehalten werden. Sie sind interessante Pfleglinge, besonders in einem kleinen Schwarm. Auch mit anderen Prachtfinken können sie zusammen gehalten werden. In Brutstimmung werden sie jedoch oft rabiat und zerpflücken deren Nester, um das Nistmaterial für ihre eigenen Kinderstuben zu verwenden. Dabei spielt es für sie keine Rolle, ob deren Eier oder Nestlinge herausfallen. Auch ihre eigenen Jungvögel ziehen sie häufig nicht zuverlässig auf, sondern werfen sie nach kurzem Füttern aus dem Nest.

Hätten Sie’s gewusst?

Ihren schlechten Ruf als Nestzerstörer verdanken sie den oft zu beengten und ungenügend mit Gezweig und Verstecken ausgestatteten Volieren. Doch es sind längst nicht alle Bandfinkenpaare so. Manche lassen die anderen Vögel auch in Ruhe.
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