Steckbrief Kanarienflügelsittich | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Kanarienflügelsittich

Seine Heimat sind die südliche Hälfte Brasiliens, ferner Bolivien, Paraguay und Nord-Argentinien. Der Kanarienflügelsittich lebt in halb offenem Wald und in zeitweise überfluteten Grasgebieten. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung des Kanarienflügelsittich.
 
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Steckbrief

  • Körperlänge: 22 cm
  • Gewicht: 52 - 68 g
  • Lebenserwartung: 12 - 14 Jahre
  • Verbreitung: Südliches Südamerika
  • Lebensraum: Offene Wälder mit zeitweise überfluteten Grasflächen
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Eigentliche Papageien
  • Gattung: Schmalschnabelsittiche
  • Art: Kanarienflügelsittich (Brotogeris chiriri)

Aussehen

Der Kanarienflügelsittich hat seinen Namen wegen seiner leuchtend gelben Flügeldecken bekommen. Sonst ist er grün, nur an der Unterseite etwas heller oder gelblicher grün. Die Handschwingen haben blaue Innenfahnen, ansonsten sind die Schwingen und Schwanzfedern grün. Der Schnabel ist hell hornfarben, die Füße sind gelbgrau. Junge Vögel haben anfangs noch graue Federpartien.

Nachwuchs und Aufzucht

Das Weibchen brütet alleine die vier bis fünf weißen Eier aus. Auch wenn das Männchen für die Nacht ebenfalls in den Nistkasten schlüpft, brütet es aber nicht. Sonst hält es Wache vor dem Nistkasten, der die Größe wie für Wellensittiche oder Grassittiche haben sollte. Nach einer Brutzeit von 23 Tagen schlüpfen die zuerst völlig nackten Jungen, die fünf bis sechs Wochen brauchen, um voll befiedert das Nest zu verlassen. Der Vater hilft fleißig bei deren Fütterung mit, vor allem in den letzten Wochen vor ihrem Selbstständigwerden.

Lebensweise und Verhalten

Seine Heimat sind die südliche Hälfte Brasiliens, ferner Bolivien, Paraguay und Nord-Argentinien. Der Kanarienflügelsittich lebt in halb offenem Wald und in zeitweise überfluteten Grasgebieten. Er ist meistens in kleinen Flügen anzutreffen. Manchmal findet er sich jedoch auch in großen Schwärmen zu Hunderten zusammen. Dann ist viel aufgeregtes Gekreische zu hören. Wenn sich ab Januar der Bruttrieb regt, sondern sich die Paare ab und suchen sich eigene Nistgelegenheiten in Form von verlassenen Baumhöhlen. Schon während der „Verlobung“ füttert das Männchen sein Weibchen. 

Kommunikation

Vor allem im Fluge lassen die Kanarienflügelsittiche lautes, schrilles Kreischen hören, das sich bis fast zum Dunkelwerden auf den Schlafbäumen fortsetzt und beim morgendlichen Aufbruch in die Futtergründe erneut losgeht. An den Nahrungsplätzen geben sie zwar hohe, aber mehr plaudernde Laute von sich.

Ernährung

An Nahrung nimmt der Kanarienflügelsittich viel Obst, Beeren und Früchte, gekeimte Samen von Hirse und Getreide zu sich. Er knabbert gerne an Zweigen und nimmt dabei mit der Rinde Vitamine, Mineralien und Flavonoide auf. Ein Kalkstein und Grit sollten dennoch nicht fehlen. Es gibt unter den Kanarienflügelsittichen einige, die nicht baden wollen. Dann sind sie mit einer Blumenspritze zu benetzen.

Haltung

Dieser Vogel fühlt sich als Paar in einem großen Käfig oder einer kleinen Voliere sehr wohl. Im Sommerhalbjahr darf er auch in der Gartenvoliere gehalten werden. Obwohl er als zutraulicher Vogel gute Voraussetzungen dafür mitbringt, gelingt seine Zucht nicht oft. 

Hätten Sie’s gewusst?

Der zahme Kanarienflügelsittich kann zwar nur selten zum Sprechen gebracht werden kann. Dafür zeigt er gerne am Gezweig kletternd und hangeln seine akrobatischen Fähigkeiten.
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