Steckbrief Strohsittich | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Strohsittich

Der Strohsittich zeigt sich in gelben Farben. Die Stirn ist rot. Große hellblaue Säume zieren die Flügeldecken und auf dem gelben Rücken ist eine schwarze, dachziegelartige Schuppung angeordnet. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung des Strohsittich.
 
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Steckbrief

  • Körperlänge: 34 cm
  • Gewicht: 105 - 135 g
  • Lebenserwartung: 12 - 15 Jahre
  • Verbreitung: Südöstliches Australien
  • Lebensraum: Zeitweise überflutete Savannen mit Eukalyptusbäumen
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Plattschweifsittich
  • Gattung: Platycercus
  • Art: Strohsittich (Platycercus flaveolus)

Aussehen

Der Strohsittich zeigt sich in gelben Farben. Die Stirn ist rot. Große hellblaue Säume zieren die Flügeldecken und auf dem gelben Rücken ist eine schwarze, dachziegelartige Schuppung angeordnet. Die Schwingen sind blauschwarz, der Schwanz ist grünlichblau, unterseits hellblau. Der Schnabel ist hell hornfarben, die Füße zeigen sich graubraun. Bei beiden Geschlechtern gibt es außer blassen Streifen auf der Unterseite der Flügel beim Weibchen kaum Unterschiede. Auch die Jungvögel haben olivgrüne Streifen auf der Oberseite, und gelbgrüne auf der Unterseite.

Nachwuchs und Aufzucht

Zur Brut sucht das Paar eine Höhle im Stamm oder in einem dicken Ast eines Eukalytusbaumes. Auf deren Bodenmulm legt das Weibchen vier bis fünf Eier, die es etwa 21 Tage lang bebrütet. Mit fünf Wochen sind die Jungen flügge und werden weitere zwei bis drei Wochen lang überwiegend vom Vater gefüttert. Zur Balz, während des Brütens und in der ersten Nestlingszeit, wenn er noch nicht mit der Direktfütterung des Nachwuchses beschäftigt ist, füttert er das Weibchen.

Lebensweise und Verhalten

Von manchen Wissenschaftlern wird der Strohsittich nur als eine Unterart des Pennantsittichs angesehen. Die Unterschiede der beiden Arten sind im Verhalten und in der Anatomie auch nur gering. Und doch gilt er heute als eigenständige Art, bei der Männchen und Weibchen fast gleich gefärbt sind. Der Strohsittich kommt im südaustralischen Neusüdwales und im nördlichen Teil Victorias vor. Er lebt in großen lichten Eukalyptuswäldern und brütet in Höhlen von Bäumen, die in der Nähe von Gewässern stehen. Er ist weniger in offenen Savannen zu finden, als die meisten anderen Plattschweifsittiche.

Kommunikation

Die Vögel einer Gruppe verständigen sich mit einem weichen Geplauder während der Nahrungsaufnahme auf dem Boden oder im Gezweig der Bäume. Ziemlich hoch und langgezogen rufen sie sich gegenseitig mit „kwiiik – kwiiik  - kwiiik“. Ihre Warn- und Angstschreie sind schrilles, metallisches Kreischen.

Ernährung

Die Strohsittiche ernähren sich vor allem von Gras- und Eukalytussamen. Als Hauptfutter nehmen sie von uns verschiedene mehlhaltige Sämereien wie Getreide- und Hirsearten sowie Glanz an. Mit Keimfutter dieser Sorten kann vor allem den Zuchtvögeln und damit ihren Jungen eine wertvollere, vitalstoffreichere Nahrung geboten wird. Ölhaltige Samen, Sonnenblumenkerne, Hanf, Leinsamen, Rübsen, Nigersaat und Perilla dürfen nur in kleinen Anteilen gegeben werden – dann bleiben die Vögel gesünder. An Grünfutter, Obst und Gemüse werden fast alle Sorten gern angenommen, vor allem während der Aufzucht ihrer Jungen. Weich- und Eifutter gibt es schnabelfertig mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen angereichert. Sie können trocken oder angefeuchtet, mit geriebener Möhre flockig angerührt, verfüttert werden. Zusätzlich sind Vogelgrit, Sepiaschalen, Kalksteine und gut gewässerter alter Mörtel zur freien Verfügung zu stellen. Trink- und Badewasser ist täglich frisch zu reichen. Letzteres am besten in einer großen, flachen Schale.

Haltung

Wegen seiner weniger auffallenden Farben wurde der Strohsittich lange vernachlässigt und war nur in kleiner Zahl bei seinen Liebhabern anzutreffen. Heute wird er häufiger gezüchtet. Er darf auch im Winter in der Außenvoliere leben, solange er stets ein Schutzhaus aufsuchen kann.

Hätten Sie’s gewusst?

Obwohl es Im Südosten Australiens in der kalten Jahreszeit (hauptsächlich von Mai bis August) Frost und Schnee gibt, zieht der Strohsittich trotzdem nicht in die wärmeren Gebiete weg.
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