Bedrohte Tierart: Gorilla | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Bedrohte Tierart: Gorilla

Alle vier Gorilla-Unterarten befinden sich derzeit auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere. Zu den Hauptbedrohungen der stolzen Tiere zählen die Wilderei sowie die Zerstörung des Lebensraums.
 
© Cipoletta
Die größte Bedrohung für die Gorillas ist die Wilderei.
Wenn Seine Majestät sich nähert, weichen alle ehrfurchtsvoll zurück. Sie erkennen den König nicht nur am breiten Silberstreifen auf dem Rücken, sondern an der schieren Größe: Zwei Meter groß können Gorilla-Männchen werden. Es ist aber nicht so, dass sich alle vor dem König fürchten würden. Schließlich beschützt er seine „Untertanen“ ja auch. Strenggenommen ist er nämlich kein König, sondern nur das Familienoberhaupt. Denn Gorillas sind intelligente, soziale Tiere, die in Familienverbänden aus mehreren Weibchen mit vier bis fünf Jungtieren und einem Männchen leben. Sie sind die größten Menschenaffen der Erde und in den Wäldern Afrikas zu Hause.

Biologen unterscheiden zwei Gorilla-Arten, den Östlichen und den Westlichen Gorilla, die räumlich getrennt voneinander, ihre Heimat in Zentralafrika haben. Beide sind Vegetarier, beide bauen sich ein Schlafnest für die Nacht - und beide sind stark gefährdet. Beide Arten unterteilen sich wieder in zwei Unterarten. Für den Westlichen Gorilla sind dies der Westliche Flachland-Gorilla und der Cross River-Gorilla. Vom Östlichen Gorilla gibt es den Grauer-Gorilla (oder Östlicher Flachland-Gorilla) und den Berg-Gorilla. Letzterer zählt zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Affen weltweit.

Folgende Bestände gibt es nach Informationen des WWF noch:
 
Westlicher Flachland-Gorilla rund 90.000
Cross-River-Gorilla 300
Grauer-Gorilla (Östlicher Flachland-Gorilla) ca. 5.000
Berg-Gorilla 720

Die größte Bedrohung für die Gorillas ist die Wilderei. Sie bedroht alle Menschenaffenpopulationen. Daneben gefährdet auch die Zerstörung des Lebensraums die Zukunft der Gorillas. Der WWF fürchtet, dass die Gorillas in 15 Jahren aus der Wildnis verschwunden sein könnten, wenn das gegenwärtige Ausmaß an Wilderei und Lebensraumverlust nicht drastisch reduziert wird. Nach Schätzungen des WWF werden bis zum Jahr 2030 über 90 Prozent des heute noch vorhandenen Gorilla-Lebensraums zerstört sein. Gorillas und alle anderen großen Menschenaffen gehören zu den Leitarten des WWF. Daher hat sich die Umweltstiftung deren weltweiten Schutz zum Ziel gesetzt.

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