Bedrohte Tierart: Nördliches Breitmaulnashorn | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Bedrohte Tierart: Nördliches Breitmaulnashorn

Nördliche Breitmaulnashörner gelten in freier Wildbahn seit 2008 als ausgestorben. Nach dem Tod von Nola, dem Nördlichen Breitmaulnashorn des Zoos von San Diego, gibt es weltweit nur noch drei Tiere dieser Art. Sie leben in einem Naturschutzgebiet in Kenia.
 
Bedrohte Tierart: Nördliches Breitmaulnashorn © pixabay.com/tpsdave (CC0 Public Domain)
Es leben nur noch drei Nördliche Breitmaulnashörner weltweit.
Das seltenste Großsäugetier der Welt ist unmittelbar vom Aussterben bedroht. Es leben weltweit nur noch drei Nördliche Breitmaulnashörner und zwar in einem Naturschutzgebiet in Kenia. Das Jahr 2015 war ein trauriges Jahr für diese Tierart. Im Juli 2015 ist das fünftletzte Nördliche Breitmaulnashorn in einem Zoo in Tschechien gestorben. Im November 2015 musste auch Nola, das 41-jährige Nördliche Breitmaulnashorn im kalifornischen Zoo von San Diego eingeschläfert werden. Somit bleiben nur drei Exemplare übrig. In der Wildnis gelten die Tiere bereits seit dem Jahr 2008 als ausgestorben.

2015 starben zwei Nördliche Breitmaulnashörner

Der Tierpark im kalifornischen San Diego erklärte in seinem Blog, das Nola ein ikonisches Tier gewesen sei, nicht nur für den Zoo selbst, sondern weltweit. Die 41-jährige Nashorndame war seit 1989 in San Diego. Nola sei seit geraumer Zeit unter medizinischer Beobachtung gestanden, teilte der Zoo mit. Mitte November wurde das Tier nach Angaben des Zoos erfolgreich im Beckenbereich operiert, um eine Infektion zu stoppen. Allerdings sei den Tierpflegern nach einer Weile aufgefallen, dass Nola weniger aktiv war und ihren Appetit verlor. Da sich Nolas Gesundheitszustand rapide verschlechterte, musste das Zoo-Team die schwere Entscheidung treffen, das Tier einzuschläfern.

Ein altes Bild des San Diego Zoo von Nola:
 

Hoffen auf Leihmutterschaften

Nach Nolas Tod leben nur noch ein Nashornbulle und zwei Nashornweibchen in einem Naturschutzgebiet in Kenia. Einst zählten zum Verbreitungsgebiet des Nördliche Breitmaulnashorns der Kongo, Uganda, der Sudan und die Republik Tschad. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich die drei verbleibenden Nashörner in Kenia nicht mehr auf natürlichem Weg fortpflanzen können. Daher wird gehofft, die Art durch Leihmütter Südlicher Breitmaulnashörner erhalten zu können. Womöglich kann so innerhalb von zehn bis 15 Jahren wieder ein Tier-Baby dieser seltenen Art zur Welt kommen. Das Südliche Breitmaulnashorn konnte sich nach massiven Schutzmaßnahmen etwas regenerieren. Nach Angaben der Umweltorganisation WWF gibt es mittlerweile wieder über 20.000 Tiere weltweit.

Hörner bei Wilderern begehrt

Nashörner sind weltweit beliebte Ziele von Wilderern. Die Hörner der Tiere sind vor allem in Asien heiß begehrt, da ihnen eine heilende Kraft nachgesagt wird. Sie gelten als Allheilmittel für den Kater nach einer durchzechten Nacht, körperlichen Beschwerden und sogar Krebsleiden. Das Horn und der Körper von Nola werden nach Angaben der "Los Angeles Times" an das Smithsonian Museum of Natural History in Washington D.C. übermittelt. Es soll Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, diese "außergewöhnlichen Kreaturen weiter zu erforschen", erklärte der San Diego Zoo.

Ein altes Video von Nola aus dem San Diego Zoo:

 


Foto:   pixabay.com  © tpsdave  (CC0 Public Domain)
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