Igelhilfe für den Garten im Sommer | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin
Ratgeber

Igelhilfe für den Garten im Sommer

Das Herz für Tiere Team zeigt Ihnen, wie Sie aus Ihrem Garten im Sommer ein Paradies für Igel machen.
 
Den Garten für Igel vorbereiten © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Machen Sie Ihren Garten Igelsicher

Vermeidung von Gefahrensituationen

  • Baugruben, Kellerschächte u. ä. werden Igeln oft zum Verhängnis. Man sollte das mit engmaschigem Draht oder Brettern umzäunen, abdecken oder auch mit Ausstiegshilfen versehen (z.B. schräg gestellten Brettern mit Querleisten). Empfehlenswert ist eine regelmäßige Kontrolle solcher „Igelfallen“.
  • Igel können zwar schwimmen, doch wenn sie keine Möglichkeit haben, aus einem Swimmingpool oder Gartenteich herauszuklettern, ertrinken sie dennoch. Deshalb sollte man auch hier umzäunen und/oder Ausstiegshilfen anbieten.
  • Auf das Verbrennen von Gartenabfällen etc . sollte man möglichst verzichten. Wenn es unbedingt nötig ist, dann den Haufen zuvor vorsichtig umsetzen und so nach eventuell schlafenden Igeln oder Igelnestern durchsuchen.
  • Vorsicht beim Umsetzen von Komposthaufen und beim Mähen unter Hecken oder im hohen Gras: Igel könnten verletzt werden!
  • Vogelnetze über Beerensträuchern müssen straff gespannt sein, damit sich keine Igel oder auch Vögel darin verfangen. Gifte und Fallen sollte man möglichst nicht verwenden und wenn, dann für Igel unerreichbar auslegen.

Igelgerechte Gestaltung

  • Da Igel auf Nahrungssuche große Gebiete durchqueren, sollte man ihnen den Durchgang zu angrenzenden Gärten ermöglichen.
  • Vermeiden: Pflanzenschutzmittel, Unkrautvernichter oder Kunstdünger.
  • Igel freuen sich auch besonders, wenn ein Teil des Gartens ungemäht bleibt. Vor allem an Hecken und Büschen sollten Igelfreunde das Gras gar nicht oder nur ab und zu schneiden.
  • Die Lebensgrundlage vieler Insektenarten sind die einheimischen Stauden und Gewächse. Diese Insekten wiederum sind die Nahrung der Igel. Deshalb wird empfohlen, möglichst wenig exotische Gewächse zu pflanzen.
  • Igel lieben dichte Hecken, Gebüsche, Laub- und Reisighaufen, aber auch Schuppen, Treppen und Steinhaufen. Diese benutzen sie als Unterschlupf oder Nest. So sollte also im igelgerechten Garten ein Laubhaufen in einem Winkel liegenbleiben dürfen oder auch mal ein wenig Gras unter der Hecke wuchern. Wem das jedoch zu „unordentlich“ ist, der kann einem Igel auch mit einem dekorativeren selbstgebauten oder gekauften „Igelhaus“ (im Fachhandel erhältlich) weiterhelfen.
  • Auch Wasserstellen, sei es in Form eines Gartenteiches mit seichtem Uferbereich oder einer stand - festen Wasserschüssel, nehmen Igel – gerade in trockenen, heißen Sommern – gerne an.
  • Zufüttern (z.B. Hundefeuchtfutter oder ungewürztes, gut durchgebratenes Rührei) im Frühjahr und Herbst beugt Untergewichtigkeit vor.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Fotos: 
Thomas Brodmann / animals-digital.de
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren