Tiere des Jahres 2012 | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Tiere des Jahres 2012

Dohle, Hischkäfer, Lärche und Gämse.
 
© pixabay.com/kakilambe (CC0 Public Domain)
Gämse gehören zu den Tieren des Jahres 2012.

Die Dohle

Vogel des Jahres ist der kleinste Vertreter der Rabenvögel, die Dohle geworden.
Dass es sich bei den Vögeln um Rabeneltern handelt, kann man allerdings nicht sagen, im Gegenteil: Dohlen sind sich ein Leben lang treu und sehr fürsorglich zu ihrem Nachwuchs: Während das Weibchen brütet und die Kinderbeaufsichtigung übernimmt, füttert der Ehemann sowohl seine Gattin als auch die Jungvögel. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wie alle Amselmütter bestätigen können – sie müssen sich während des Brütens selbst um die Nahrungsbeschaffung kümmern. Sind die Kinder schließlich aus dem Nest, nimmt sich das Pärchen viel Zeit zum Schnäbeln, Kraulen und dem sogenannten Simultanverhalten. Sie bewegen zum Beispiel gleichzeitig die Köpfe hin und her oder iegen mit exakt synchronem Flügelschlag durch die Lüfte. Leider ist dieses Verhalten immer seltener zu beobachten, denn Dohlen stehen bereits in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Jahrhundertelang lebten sie im Einklang mit der Landwirtschaft, da sie nützliche Helfer bei der Schädlingsbekämpfung waren. Der groß ächige Anbau von Energiep anzen (vor allem Mais und Raps), verbunden mit dem Einsatz von Pestiziden, lässt ihre Nahrungsgrundlagen jedoch schwinden. Und auch ihre Nistmöglichkeiten an Gebäuden werden durch Sanierungen immer begrenzter.
 

Der Hirschkäfer

Zum Insekt des Jahres ist der größte Käfer Mitteleuropas, der Hirschkäfer gewählt worden. Die Männchen erreichen mit ihren imposanten Geweihen eine Länge von bis zu neun Zentimetern. Leider sind Hirschkäfer sehr selten geworden, denn die Larven ernähren sich von morschem Holz, was aufgrund der Intensivierung unserer Forstwirtschaft nur noch selten anzutreffen ist. Fünf bis acht Jahre verbringen die Tiere im Larvenstadium, wachsen in dieser Zeit zu einem stattlichen „Wurm“ von bis zu 12 Zentimetern und bauen sich schließlich in der Erde einen etwa faustgroßen Kokon. In diesem findet die beeindruckende Verwandlung von der Larve zum Hirschkäfer statt. Da dies mitten im Winter passiert, warten die Käfer bis zum Frühjahr, bevor sie sich durch die Erde nach oben buddeln. Dort angekommen, machen sich die Käfer auf die Suche nach Wundstellen von Bäumen, aus denen Saft austritt. Treffen sie dabei auf ein Männchen, kommen die Geweihe zum Einsatz. Verlierer ist derjenige, der vom Ast geworfen wird. Treffen sie dagegen auf ein Weibchen, verweilen sie dort oftmals mehrere Tage, bis es schließlich zur Paarung kommt.
 

Die Lärche

Baum des Jahres ist die Europäische Lärche. Als einzige heimische Nadelbaumart wirft sie nach einer goldenen Herbstfärbung ihre Nadeln ab. Der Grund dafür könnte sein, dass sie dadurch besser kalte Winter mit Temperaturen von bis zu minus
 

Die Gämse

Bonn – Sie trotzen tapfer Eis und Schnee, liefern sich oft halsbrecherische Jagden im Fels und teilen sich mit den Schneeziegen der Rocky Mountains und den Gorals aus dem Himalaja die gleichen Vorfahren: Gämsen sind schon ganz besondere Bewohner unserer Alpen. Jetzt hat sie die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Wildtier des Jahres 2012 erkoren. Übrigens: Das Gamswild kam während der Eiszeit in die Alpen und wurde durch Ausbreitung der Wälder nach Ende der Eiszeit immer höher in deren Hochlagen getrieben.



Foto: pixabay.com  © kakilambe (CC0 Public Domain)
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