Tiere des Jahres 2015 | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Tiere des Jahres 2015

Habicht, Feldhase, Europäische Sumpfschildkröte, Huchen, Deutsches Karakul und Rotes Ordensband.
 
© pixabay.com/ernie (CC0 Public Domain)
Das Wildtier des Jahres 2015 ist der Feldhase.

Vogel des Jahres: Der Habicht

Der Greifvogel ist, wie viele andere seiner Verwandten, immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist. Durch seine Wahl zum Vogel des Jahres soll auf die Problematik der illegalen Greifvogelverfolgung aufmerksam gemacht werden.
 

Wildtier des Jahres: Der Feldhase

Mit einer Länge von ca. 60 bis 70 cm wird der Feldhase 2,5 bis 6,5 kg schwer. Seine Ohren sind im Verhältnis zum Kaninchen deutlich länger und haben eine schwarze Spitze. Er bevorzugt trockenere Standorte, da Feuchtigkeit die Ausbreitung von Krankheiten fördert. Durch die Intensivierung in der Landwirtschaft verliert der Feldhase an Lebensraum und Nahrungsangebot.
 

Reptil des Jahres: Die Europäische Sumpfschildkröte

Sie ist die einzige Schildkrötenart, die in Mitteleuropa natürlicherweise vorkommt, gilt aber als "vom Aussterben bedroht". Die zunehmende Industrialisierung und das Trockenlegen aquatischer Lebensräume haben den Bestand ebenso zum Schrumpfen gebracht wie die Fressfeinde Wildschwein, Fuchs und Dachs, vor allem aber eingeschleppte Waschbären und Aussetzungen nicht heimischer Schildkröten.
 

Fisch des Jahres: Der Huchen

Er ist einer der größten heimischen Vertreter aus der Familie der Lachse. Der Huchen ist in seinen Beständen stark bedroht und wird als stark gefährdet eingestuft. Er zählt zu den Arten, für die europaweit Schutzgebiete eingerichtet werden müssen.
 

Gefährdete Nutztierrasse des Jahres: Das Deutsche Karakul

Das Karakulschaf ist eine der ältesten Haustierrassen der Welt. Die besondere Genügsamkeit und Robustheit ermöglicht ihnen eine Anpassung an überaus karge Standorte, sie sind daher für die Landschaftspflege sehr gut geeignet. Heute werden bundesweit nur noch etwa 250 Mutterschafe und 30 Böcke von sechs Züchtern gehalten.
 

Schmetterling des Jahres: Rotes Ordensband

Die Raupen der Roten Ordensbänder ernähren sich von Weiden- und Pappelblättern. Sie leiden daher unter dem Rückgang von Auenwäldern sowie feuchten Laub- und Mischwäldern, in denen Weiden und Pappeln häufig vorkommen. Fast unbemerkt verschwindet der Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter in vielen Gegenden Deutschlands.



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