Tolle Tier-Bilder aus der Serengeti | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin
Wilde Tiere hautnah

Tolle Tier-Bilder aus der Serengeti

Erwischt! Forscher haben über eine Million Aufnahmen aus 225 Kamerafallen in der Serengeti ausgewertet. Die Fotos zeigen die Tierwelt in Tansania in ihrer Schönheit und Brutalität zugleich. Wir haben die lustigsten Tier-Selfies rausgesucht!
 
Tier-Bilder aus der Serengeti © Snapshot Serengeti
Bitte lächeln! Diese Tier-Bilder aus der Serengeti sind einfach genial.
Der Serengeti-Nationalpark in Tansania zählt mit seinen knapp 15.000 Quadratkilometern Fläche zu den größten Nationalparks der Welt. Wissenschaftler haben in einem Gebiet von 1.125 Quadratkilometer 225 Kamerafallen aufgestellt und damit in den letzten Jahren rund 1,2 Millionen Foto-Aufnahmen geschossen.
 
Alexandra Swanson von der University of Minnesota im US-Bundesstaat Minneapolis und ihre Kollegen haben im Fachmagazin "Nature/Scientific Data" die ersten Ergebnisse veröffentlicht. Sie hoffen, dass ihnen die Bilder Aufschluss über Veränderungen in der Savanne liefern können bzw. werden. Die Fotos sind teils atemberaubend, wenn die wilden Tiere bei perfekten Lichtverhältnissen vor der Linse sitzen, teils lustig, wenn nur einzelne Körperteile abgelichtet wurden, je nachdem wann der Schnappschuss ausgelöst wurde, teils brutal, wenn ein Löwe eine Hyäne zwischen den Kiefern hat oder ein Zebra vor der Linse verspeist. Die Fotos zeigen die Tierwelt eben in ihrer Schönheit und Brutalität, vor allem aber in ihrer Realität.

Über 300.000 Tier-Bilder, über 28.000 freiwillige Helfer

Die Fotos sind zwischen 2010 und 2013 entstanden. Rund 1,2 Millionen Aufnahmen haben die 225 Kamerafallen in dem 1.125 Quadratkilometer Gebiet geschossen. Die Fotoapparate reagieren durch Infrarotsignale auf Bewegungen vor der Linse und lösen dann eine Aufnahme aus. Auf über 300.000 Bildern sind somit Tiere abgelichtet worden, der Rest sind Fehlschüsse, die durch schwankende Temperaturen oder Pflanzen in der Umgebung ausgelöst wurden, wie Alexandra Swanson und ihre Kollegen in ihrer Publikation berichten.

Gemeinsam mit rund 28.000 Freiwilligen haben die Wissenschaftler die über 300.000 Tier-Bilder ausgewertet und in einer Fotodatenbank katalogisiert. Das Katalogisieren war sehr aufwendig. Immer mehrere Helfer haben jedes einzelne Bild gesichtet und gewisse Merkmale erfasst: die Zahl der Tiere, die Art der Tiere und das Verhalten der Tiere sowie die Anwesenheit von Tierbabys. Auf diese Weise konnten sie rund 40 unterschiedliche Arten identifizieren. Neben Löwe, Elefant und Nashorn waren unter anderem auch Erdwolf und Honigdachs darunter.

Sinnvolle Auswertung des Materials angestrebt

Am Anfang sollten die Fotos seltene Tiere in den Schutzgebieten nachweisen und eine Bestandsschätzung ermöglichen, wie das Forscherteam im Fachmagazin "Nature/Scientific Data" schreibt. Die Fülle an Material müsse nun aber durch spezielle Algorithmen sinnvoll ausgewertet werden. Ziel sei es, die dynamische Entwicklung eines Ökosystems nachzuvollziehen. Eine Mammut-Aufgabe.
 
Der Serengeti-Nationalpark ist im Jahr 1981 zum Weltnaturerbe erklärt worden. Erste Berühmtheit erlangte die Serengeti aber bereits 1959 durch den bekannten Tierfilmer Berhard Grzimek. In seiner Dokumentation "Serengeti darf nicht sterben" hat er die jährliche Tiermigration festgehalten, wenn Millionen wilder Tiere von der Serengeti in Tansania in das Masai-Mara-Gebiet in Kenia wandern. Jedes Jahr besuchen rund 90.000 Touristen die Region.

Quelle: Nature/Scientific Data

 

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Fotos: 
Snapshot Serengeti
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