Nebenberuf Hundesitter

Nebenberuflich selbstständig als Gassi-Gänger und Hundesitter

Es gibt ganz verschiedene Optionen, um den geliebten Vierbeinern nahe zu sein. Wer sich keinen eigenen Hund halten darf oder kann, kann sich nebenberuflich ein Standbein als Gassigänger oder Hundesitter aufbauen, um den Tieren nahe zu sein.  Auch betriebswirtschaftliche sowie (steuer-)rechtliche Grundlagen müssen dann erfüllt sein.

 
Nebenberuflicher Gassi-Geher © pixabay.com © Crazypitbull (CC0 Public Domain)
Wer als Hundebesitzer mal keine Zeit für lange Gassi-Runden hat, kann die Leistungen eines Gassi-Gehers oder Hundesitters in Anspruch nehmen.
Es gibt ganz verschiedene Optionen, um den geliebten Vierbeinern nahe zu sein. Entweder man ist im Besitz eines eigenen Tieres. Dann kann dieses Tier von früh bis spät nach Belieben gehegt und gepflegt werden. Der Vorteil: Das Tier ist das Eigene und eine Abstimmung mit Dritten ist nicht nötig. Der Nachteil: Die Verantwortung ist groß, denn ein Hund braucht täglich mehrmals einen Spaziergang. Wer sich keinen eigenen Hund halten darf oder kann, weil beispielsweise die Wohnsituation oder die Zeit dagegen sprechen, kann sich nebenberuflich ein Standbein aufbauen, das den Tieren ganz nahe ist. Die Rede ist von der Selbstständigkeit als Gassi-Gänger oder Hundesitter . Kreativer sind hingegen Jobs als Hundefotograf und Hunde-Porträtmaler . Obgleich es in erster Linie um die Tiere geht, müssen auch betriebswirtschaftliche sowie (steuer-)rechtliche Grundlagen erfüllt sein.

Diese Jobs sind als selbstständiger Hunde-Fan möglich

Die wohl einfachste Variante, um als passionierter Hunde-Fan den Tieren nahe zu sein und gleichzeitig Geld zu verdienen, ist der Job als Gassi-Gänger. Der Job erfordert fachliches Know-how. Um mit einem Hund spazieren zu gehen, gehört auch ein gewisses Maß an Verständnis für das Tier sowie Durchsetzungsvermögen dazu, um Tier und Umwelt nicht zu gefährden. Der Vorteil bei dieser nebenberuflichen Tätigkeit ist jedoch, dass das Investment vergleichsweise übersichtlich ist: Zeit und hier und da ein paar Hundeleckerlis – so übersichtlich ist das Equipment eines Gassi-Gängers.

Mehr Aufwand muss hingegen der Hundesitter betreiben, denn: Er wird nicht nur für den Spaziergang engagiert, sondern meist für mehrere Stunden täglich – oft immer dann, wenn Frauchen oder Herrchen zur Arbeit müssen. Je nach Arbeitszeit des Besitzers kann es sich dabei auch um die Nachtstunden handeln. Ein Beispiel aus der Praxis: Der Hund eines Rettungssanitäters, der im Schichtdienst arbeitet, muss nicht nur während der Tag-, sondern auch während der Nachtschicht betreut werden. Deswegen muss der Hundesitter zumindest eine Grundausstattung aufweisen, die es dem Hund ermöglicht, über Nacht zu bleiben.

Recherchetipp: Unter mietrecht.org sind alle Regelungen zusammengetragen, die den Aufenthalt der Hunde in einer Mietwohnung regeln. Diese sollte ein Hundesitter studieren, bevor er in die nebenberufliche Selbstständigkeit als Hunde-Aufpasser startet.

Voraussetzungen für eine Selbstständigkeit als Gassi-Geher bzw. Hundesitter

Selbstständiger Hundesitter führt Hund Gassi
pixabay.com © Crazypitbull (CCO Public Domain)
Wer nebenberuflich seine Leistungen als Gassi-Geher anbietet, muss gut mit Hunden zurechtkommen. Zudem müssen die rechtlichen und buchhalterischen Rahmenbedingungen stimmen.


Der Unterschied zwischen einem Hundesitter und einem Gassi-Geher sind nicht nur die räumlichen Voraussetzungen. Auch sonst muss der Hundesitter mehrere rechtliche Hürden nehmen. Der Gassi-Geher hingegen kann den Sprung in die Selbstständigkeit recht einfach stemmen.

Das sind die Grundlagen für einen Profi-Gassi-Geher:

  • Voraussetzungen: Gesetze, die Gassi-Gängern vorgeschrieben werden, gibt es nicht. Die persönliche Voraussetzung ist die Tierliebe sowie ein gewisses Maß an Erfahrung. Räumlich betrachtet gibt es kaum Voraussetzungen, außer die Betreuung des Hundes weitet sich aus. Wer perspektivisch betrachtet weitere Leistungen anbieten möchte, braucht größere Räumlichkeiten sowie idealerweise einen eingezäunten Garten.
  • Anschaffungen: Wetterangepasste Kleidung, ein Auto sowie ein Handy gehören zur Grundausstattung eines Gassi-Gehers. Auch hier gilt: Wird eine mehrstündige Betreuung angeboten, müssen Schlafplätze sowie geeignetes Futter bereitgestellt werden.
  • Start in die Selbstständigkeit: Ein großes Startkapital braucht der Gassi-Geher nicht. Bleibt es beim bezahlten Spazierengehen, liegt das Investment bei null Euro. Müssen Boxen installiert und Futternäpfe und Spielzeug angeschafft werden, ist ein meist überschaubares Investment zwischen 500 und 5.000 Euro nötig.

Recherchetipp: Weitere Detailinformationen zum professionellen Gassi-Geher hält die Seite jeden-tag-reicher.eu vor.

Für den professionellen Hundesitter gelten hingegen andere rechtliche Rahmenbedingungen. Eigentlich nämlich fällt laut §11 des Tierschutzgesetzes jeder gewerbsmäßige Tierbetreuer unter die Erlaubnispflicht. Die zuständige Erlaubnisbehörde ist das Veterinäramt. Tipp: Wer mit dem Gedanken spielt, sich als Hundesitter nebenberuflich selbstständig zu machen, sollte die Regularien diesbezüglich im Vorfeld kennen. Je nachdem, welches Veterinäramt zuständig ist, gilt es auch verschiedene Auflagen zu erfüllen. Eine berufliche Qualifikation als Tierpfleger oder vergleichbare Seminare, die besucht wurden, ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Gewerbeschein, die genaue Beschreibung und auch Abgrenzung der Tätigkeit sowie die Beschreibung des Umfelds und ein Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach §11 sind oftmals die Grundlagen (vgl. gewerbe-anmelden.info ).

Die buchhalterischen Grundlagen müssen sitzen

Wer sich selbstständig macht, erzielt Einnahmen. Und diese Einnahmen sind nicht einfach ein Taschengeld, das der Selbstständige 1:1 behalten darf. Diese Einnahmen aus der Tätigkeit als Gassi-Gänger oder Hundesitter sind zu versteuern.

Recherchetipp: Unter lexoffice.de steht ein kostenloser Rechner zur Verfügung, bei der die Kleinunternehmerregelung zur Anwendung kommt. Hier können künftige Gassi-Geher oder Hundesitter prüfen, ob sie unter diesen §19 des Umsatzsteuergesetzes fallen oder nicht.

In Abhängigkeit von der Steuerpflicht sowie von der Rechtsform des angemeldeten Unternehmens entscheidet sich auch, welche Form der Buchführung das zuständige Finanzamt einfordert. Die einfachste Variante ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, kurz: EÜR. Gegebenenfalls wird auch eine Bilanz mit Jahresabschluss fällig. Beide Vorgaben stellen kein Problem dar, wenn die Buchhaltung mit einer entsprechenden Software bewerkstelligt wird. Lexware stellt diverse Software-Modelle vor – für Selbstständige, Start-Ups und Freiberufler.