Tierschutz

Hündin Jina sucht verzweifelt ihr Frauchen

Unter schwierigsten Bedingungen fliehen Menschen aus afrikanischen Ländern nach Europa. Als festes Familienmitglied begleiten sie oft Hund oder Katze. An den Grenzen kommt es leider oft vor, dass die Tiere von ihren Besitzern getrennt werden. So auch bei der Iranerin Shohren Kheirneseie. Ihre Hündin Jina durfte nicht weiterreisen. Jetzt wird das Frauchen gesucht. 
 
Jina sucht ihr Frauchen © Martha Gornik
Hündin Jina wartet in einem Tierheim auf ihr Frauchen Shohren Kheirneseie

TASSO setzt sich für Flüchtlings-Hunde ein

Um ihre Haustiere in Sicherheit zu wissen, nehmen Flüchtlinge einiges in Kauf. Doch an den Grenzübergängen sind sie machtlos. Wegen der geltenden Tierseuchenrechte musste im Fall von Shohren Kheirneseie der Hund Jina abgegeben werden.
Dank zahlreicher Helfer von TASSO und weiteren Tierschützern wurde die Hündin nicht eingeschläfert, sondern in Quarantäne gebracht. Jetzt könnte Jina wieder zu ihrer Besitzerin, doch deren Aufenthaltsort ist leider nicht bekannt. Bis sie gefunden wird, wartet  sie in einem privat geführten Tierheim.

Hinweise über den Aufenthaltsort von Shohren Kheirneseies können an petra.zipp@tasso.net eingereicht werden.

Hier kommen Sie zum Facebook-Aufruf  

Martha Gornik, eine deutsche Tierschützerin in Slowenien, informierte TASSO im Dezember 2015 darüber, dass in einem slowenischen Aufnahmelager Flüchtlinge mit Tieren ankamen, die von den slowenischen Behörden aufgrund des geltenden Tierseuchenrechts sichergestellt wurden. Im Februar 2016 konnte TASSO mit der slowenischen Veterinärverwaltung in Novo Mesto eine Vereinbarung treffen, mit der TASSO die Verantwortung für die insgesamt zehn Flüchtlingstiere übernahm, die nach Slowenien mitgebracht worden waren. Über Martha Gornik kam die Problematik der Flüchtlingshunde zu TASSO, sie holt die Tiere aus der Quarantäne und pflegt sie in einem eigenen, kleinen, privaten Tierheim so wie jetzt auch Jina, bis eine Übergabe möglich wird. Sie ist unsere Beauftragte in Slowenien und ist in ihrer täglichen Arbeit für die Tiere auf Unterstützung/Spenden angewiesen.

Eine Erfolgsgeschichte aus Slowenien gab es bereits im April 2016: „ Flüchtling mit Hund wiedervereint “ In der Zwischenzeit sind durch TASSO weitere Hunde ihren Haltern, die aus ihrer Heimat nach Deutschland geflohen waren und ihre Tiere in der Quarantäne der slowenischen Flüchtlingslager zurücklassen mussten, zurückgebracht worden.


UPDATE

Freudige Nachrichten! Hündin Jina und ihr Frauchen wurden wieder glücklich vereint. Wir freuen uns, dass die Suche so schnell geklappt hat. 

 

Fotos: 
Martha Gornik
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