Tierschutz

Kenia verbrennt 105 Tonnen Elfenbein

Am Samstag den 30. April 2016 wurden 105 Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein verbrannt. Mit dieser Aktion will Kenia ein Zeichen gegen den illegalen Handel des wertvollen Guts setzen. 
 
In Kenia wurden 105 Tonnen Elfenbein-Stoßzähne verbrannt © Pixabay: Hesekiel34
Jährlich fahllen ca. 35.000 Elefanten der Wilderei zum Opfer

Kenia setzt Zeichen

Zu 11 riesigen Scheiterhaufen wurden am Samstag 105 Tonnen Elfenbein und weitere 1,35 Tonnen Rhinozeros-Hörner im Nairobi-Nationalpark gestapelt und angezündet. Für diese Menge mussten mehr als 8.000 Elefanten sterben. Bisher ist das die größte Menge, die jemals an Elfenbein verbrannt wurde.


„Niemand darf mit Elfenbein handeln, niemand!“  

Mit dieser Aktion will Präsident Uhuru Kenyatta ein Zeichen gegen Wilderei und den illegalen Handel von Elfenbein setzen. Er entzündete den ersten Haufen mit den Worten „Niemand darf mit Elfenbein handeln, niemand!“  

Durch die Wilderei sind Elefanten stark vorm Aussterben bedroht. Auf diese Weise werden jährlich  ca. 30.000 Tiere auf der Jagd nach dem „weißen Gold“ getötet. 1989 entschied das Washingtoner Artenschutzabkommen Cites über ein Verbot des Handels mit Elfenbein. Als größter Abnehmer erlaubt China jedoch noch den Weiterverkauf von Elfenbein, welches vor dem Verbot gekauft wurde.

Die Verbrennungs-Aktion wird jedoch auch kritisch beäugt. Der Gesamtwert der verbrannten Stoßzähne und Hörner wird auf 150 Millionen Dollar geschätzt. Eine hohe Summe für ein armes Land. Kenias Präsident fordert aber ein totales Verkaufsverbot. „Das Elfenbein gehört den Elefanten“ und nur dort ist es wertvoll. 2012 fielen in Ostafrika 384 Elefanten der Wilderei zum Opfer, 2015 waren es 96. Insgesamt starben im letzten Jahr 35.000 Tiere wegen ihrer Stoßzähne. 


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Pixabay: Hesekiel34
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