Bärlauch sammeln und zubereiten

Rezept für Bärlauch-Frikadellen mit Ziegenricotta und Gouda

Mit Bärlauch und anderen Wildkräutern holen wir uns die Würze der Natur auf den Tisch. Mit einem einfachen Rezept für leckere Bärlauch-Frikadellen sorgen Sie für Frühjahrsstimmung beim Essen. Am besten schmeckt es mit selbst gepflücktem Bärlauch. Also ab in den Wald! Aber Vorsicht: Verwechseln Sie den Bärlauch nicht mit dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen. Wir verraten, wie Sie Bärlauch eindeutig erkennen.
 
Rezept: Bärlauch-Frikadellen © © Christian Verlag / Bente Hintzen
Mit Bärlauch bringen Sie feines Knoblauch-Aroma in die Küche
Bärlauch riecht man, bevor man ihn sieht. Er wird auch Waldknoblauch genannt. Zerreibt man die Blätter zwischen den Händen, verbreitet sich aromatischer Knoblauch-Geruch.


Wann ist Bärlauchzeit?

Bärlauch sammeln können Sie schon ab Mitte März. Zunächst nur die Blätter, ab Mitte April schließlich auch die Blütenknospen. Auch im Mai ist der Bärlauch noch sehr aromatisch. Erst wenn Bärlauch zu blühne beginnt, verlieren die Blätter ihr Aroma. Bärlauch finden Sie in humusreichen Laubwaldboden.


Rezept: Bärlauch-Frikadellen mit Ziegenricotta und Gouda

Für 4 Personen
Zubereitungszeit: 20 Min.
 
Zutaten:
  • 5 Handvoll Bärlauchblätter
  • 2 Eier
  • 300 g Ziegenricotta
  • 4 EL gemahlenes trockenes Brot
  • 4 EL geriebener Gouda
  • Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
  • Butterschmalz zum Ausbacken
 
Zubereitung:
  1. Bärlauchblätter waschen und mit einem Messer klein schneiden. Das Kraut mit wenig Wasser in einen Topf geben und zugedeckt auf der höchsten Stufe ein bis zwei Minuten zusammenfallen lassen. Anschließend abkühlen lassen.
  2. Die Eier in einer Schüssel verquirlen und mit Bärlauch, Ziegenricotta, dem gemahlenen Brot und dem geriebenen Gouda verrühren. Die Mischung mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Kleine Frikadellen aus der Masse formen und in einer Pfanne auf mittlerer Stufe in Butterschmalz knusprig braten.
Besonders gut dazu passen Reis, Hirse oder Bulgur
 
TIPP: Statt Bärlauch können auch Brennnessel, Wiesenbärenklau, Löwenzahn, Beinwell, Huflattich und Giersch verwendet werden – dann sollten Sie noch eine gepresste Knoblauchzehe hinzufügen.
 
Dieses Rezept ist inspiriert vom neuen Landtiere Magazin. Dort finden Sie weitere Rezepte mit aromatischen Wildkräutern für genussvolle Gerichte.
 

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Am besten schmecken die Bärlauch-Frikadellen mit selbstgepflücktem Bärlauch. Also ab in den Wald! Aber Vorsicht: Denn Bärlauch wird oft mit dem Maiglöcklichen und der Herbstzeitlosen verwechselt. Diese Pflanzen sind sehr giftig und der Verzehr lebensgefährlich. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie Bärlauch ganz einfach erkennen und unterscheiden können.


Wie unterscheidet man Bärlauch vom Maiglöckchen?

Bärlauch lässt sich an mehreren Merkmalen vom Maiglöckchen unterscheiden.
  • Stängel: Bei Bärlauch wächst ein Blatt an einem einzigen Stängel. Anders beim Maiglöckchen. Hier wachsen an einem Stängel gleich zwei Blätter.
  • Blattunterseite: Betrachten Sie auch die Blattunterseite. Sie ist beim Bärlauch matt, das Maiglöckchen dagegen hat eine glänzende Blattunterseite.
  • Wurzel: Während der Bärlauch eine Zwiebel ausbildet, hat das Maiglöckchen waagrechtes Wurzelwerk.


Wie unterscheidet man Bärlauch von der Herbstzeitlosen?

Den Bärlauch von der Herbstzeitlosen können Sie vor allem am Blattstängel unterscheiden.

Das Bärlauchblatt wächst anders als die Herbstzeitlose an einem Blattstängel. Das Blatt selbst setzt erst etwas mehr oberhalb des Stängels an. Der Stängel zieht sich bis zur Blattspitze und ist auf der Rückseite des Bärlauchblatts ganz deutlich zu spüren. Wenn Sie das Blatt quer zum Stängel knicken, knackt der Stängel an allen Stellen bis hoch zu Blattspitze.
 
Anders bei der Herbstzeitlosen: Das Blatt der Herbstzeitlosen setzt schon ganz tief am Boden an. Auf der Rückseite ist kein Stängel zu spüren, es fühlt sich mehr wie eine Falte in der Blattmitte an. Zudem ist das Blatt der Herbstzeitlosen flexibel. Wenn Sie es quer zum Blattverlauf knicken, ist kein Knacken zu hören.
 
Mit diesem Wissen können Sie ohne Bedenken bei einem Ausflug im Wald wilden Bärlauch sammeln. Bei frischer Luft und viel Bewegung kommt dann auch der große Hunger, den Sie mit den frisch zubereiteten Bärlauch-Frikadellen gleich stillen können.

Viel Spaß beim Bärlauch-Sammeln und Nachkochen der Bärlauch-Frikadellen wünscht Ihnen das Ein Herz für Tiere-Team und die Landtiere-Redaktion!