Alltag mit Hund

10 Dinge, die jeder Hund hasst

Obwohl wir für unsere Hunde alle nur das Beste wollen, tun wir jeden Tag Dinge, die aus Hundesicht überhaupt nicht gehen. Absolute No-Gos! Ihr Hund wird sich freuen, wenn Sie dieses Verhalten künftig unterlassen. Lesen Sie, was Hunde gar nicht ausstehen können.
 
 
Hund wird gestreichelt © Shutterstock.com/Jaromir Chalabala
Nicht jeder Hund lässt sich gerne am Kopf tätscheln.
Ohne es zu beabsichtigen tun wir beinahe jeden Tag etwas, was unsere Hunde überhaupt nicht ausstehen können. Stumm lassen sie es über sich ergehen und zeigen nur durch ihre Körpersprache, dass sie unser Verhalten gar nicht schätzen. Doch ihre kleinen Signale des Unwillens übersehen wir zu allem Überfluss in der Regel auch noch.
 
Diese Dinge sollten wir unserem Hund zuliebe besser unterlassen:
 

1. Ständig auf den Hund einreden

Kennen Sie auch die Hundehalter, die ohne Punkt und Komma auf ihren Hund einreden? Für den Hund wird es so immer schwerer, aus dem ganzen Gerede die für ihn wichtigen Kommandos herauszufiltern. Ein eindeutiges Kommando verbunden mit einem deutlichen Körpersignal versteht ein Hund um einiges besser.
 

2. Dem Hund lustige Kostüme anziehen

Im Internet kursieren unzählige Bilder von Hunden in vermeintlich lustigen Kostümen. Sie tragen Hüte, Hosen, Jäckchen, Brillen. Viele Hunde lassen diesen „Spaß“ zwar über sich ergehen, wohl fühlen sie sich dabei aber sicher nicht, denn all diese Klamotten und Accessoires schränken den Hund in seiner natürlichen Bewegung ein. Kleidung sollte einem Hund nur in Ausnahmesituationen angelegt werden – etwa eine gut sitzende Regendecke bei empfindlichen Rassen.
 
Hund in Piratenkostüm
Für den Mensch vielleicht lustig, für den Hund einfach unangenehm.     (c)Shutterstock.com/Firn
 

3. Ständig den Hundekopf tätscheln

Beobachten Sie Ihren Hund einmal genau, wenn Sie ihm den Kopf tätscheln. Genau wie der Mensch schließt er durch Reflex die Augen, um sich zu schützen. Niemand möchte, dass man ihm die ganze Zeit ins Gesicht fasst – auch der Hund nicht. Streicheln Sie dem Hund lieber den Rücken oder die Flanken, das ist für ihn deutlich angenehmer.
 

4. Den Hund anstarren

Schau mir in die Augen, Kleines! Was beim Menschen als höflich gilt, ist aus Hundesicht ziemlich unangenehm. Ein starrer Blick in die Augen des Gegenübers ist für den Hund eine Drohgeste und hängt mit Dominanz und Einschüchterung zusammen. Wenn Sie einen Hund anschauen, dann blicken sie in Zukunft also lieber ein wenig an ihm vorbei.
 

5. Unklare Verhältnisse schaffen

Der Hund ist ein Rudeltier. Als solches schätzt er klare Regeln und versteht keine Ausnahmen. Normalerweise darf er nie auf das Sofa – heute schon, weil Herrchen oder Frauchen krank ist. Am nächsten Tag bekommt er dann wieder Ärger bei dem Versuch auf das Sofa zu hüpfen. Solche unklaren Verhältnisse verwirren den Hund unnötig. Lieber bei einer Linie bleiben.
 
Hund auf Sofa
Grundsatzfrage: Darf der Hund aufs Sofa?                 (c)Adobestock.com/seventyfour
 

6. Den Hund immer wieder umarmen

Wir lieben unseren Hund und das wollen wir ihm natürlich zeigen. Menschen umarmen sich, um dem anderen ihre Zuneigung zu zeigen. Studien haben ergeben, dass Hunde Umarmungen zwar über sich ergehen lassen, ihre Körpersprache zeigt im Moment der Umarmung aber kein Anzeichen der Freude. Bei einer Umarmung fühlen sie sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Sie gähnen, lecken sich über die Lippen, legen die Ohren an – alles Anzeichen von Stress.
 

7. Schlechte Stimmung verbreiten

Hunde haben feine Antennen, wenn es um die Stimmung ihres Zweibeiners geht. Viel zu oft passiert es als Tierhalter leider, dass wir die eigene Stimmung am Hund auslassen – meist völlig unbemerkt. Dem Tier zuliebe sollten wir allerdings immer versuchen, unsere Emotionen zu zügeln, und beispielsweise ein lautes, wütendes Telefonat in einem anderen Raum führen.
 

8. Dem Hund in Nase und Ohren blasen

Menschlicher und tierischer Spaß gehen in manchen Punkten weit auseinander. Viele Hundehalter finden es total witzig, ihrem Hund ins Gesicht zu pusten – macht er dabei doch so ein herrlich doofes Gesicht. Für den Hund ist es alles andere als witzig. Er fühlt sich unwohl, kann mit diesem seltsamen Verhalten gar nichts anfangen und wird irgendwann anfangen auszuweichen, wenn der Mensch ihm zu nahe kommt.
 

9. Jeden Tag die gleiche Runde

Wer mit seinem Hund spazieren geht, tut dem Hund etwas Gutes. Stimmt! Doch bei vielen Hundehaltern sieht der Spaziergang Tag für Tag gleich aus. Für Hunde ist das auf Dauer ganz schön langweilig, vor allem, wenn sie nicht stehen bleiben dürfen, um ein wenig herumzuschnüffeln. Gestalten Sie den Spaziergang für den Hund spannend. Erkunden Sie mit ihm neue Wege und bauen Sie kleine Gehorsams- oder Geschicklichkeitsspiele in den Spaziergang ein. Ihr Hund wird die gemeinsame Outdoor-Zeit noch viel mehr lieben.
 
Hund beim Spaziergang
Kleine Übungen machen den Spaziergang spannend.    (c)Adobestock.com/ K. Thalhofer
 

10. Ihn immer und überall mitnehmen

Natürlich wollen wir unseren Vierbeiner immer und überall dabei haben. Und doch sollten wir dabei reflektieren, ob die Location für den Hund auch geeignet ist. Ein gut besuchter Weihnachtsmarkt, wo auch mal der heiße Glühwein verschüttet wird und im Gedränge dem Hund auf die Pfoten gestiegen wird, ist bestimmt kein angenehmer Platz für den Vierbeiner.


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