Erkältung beim Hund – Ansteckung und Behandlung

Eine Erkältung kann für Ihren Hund gefährlich werden. Wie Sie erkennen können, ob Ihr Hund tatsächlich erkältet ist, wie er behandelt und einer Erkältung effektiv vorgebeugt werden kann, erfahren Sie hier!
 
Hund Erkältung Symptome © adobestock.com/chalabala
Erkältete Hunde brauchen Ruhe.
Die Erkältung des Hundes hat eigentlich nicht viel mit der des Menschen zu tun. Da Hunde gegen die meisten Erkältungserreger immun sind, wird Ihr Vierbeiner in der Regel nicht von Ihnen angesteckt, wenn Sie erkältet sind. Allerdings ist eine infektiöse Erkrankung der oberen Atemwege auch beim Hund möglich. Wie sich Ihr Hund also doch erkälten kann, welche Symptome auftreten und wie ein erkälteter Hund behandelt werden muss, lesen Sie hier.
 

So steckt sich Ihr Hund mit einer Erkältung an

Eine Ansteckung des Hundes durch den Menschen ist im Normalfall ausgeschlossen. Doch Ihr Vierbeiner kann sich bei anderen Artgenossen anstecken: Beschnuppert Ihr Hund eine Stelle, die zuvor von einem erkälteten Hund angehustet oder angeniest wurde, können die Erreger in die Hundenase gelangen und Ihren Hund krankmachen. Vor allem während der kalten Jahreszeiten kann sich Ihr Hund eine Erkältung zuziehen.
 

Typische Symptome einer Erkältung beim Hund

Normalerweise beginnt eine Erkältung beim Hund mit Halsschmerzen. Der erkrankte Hund lässt sich dann weniger gern am Hals anfassen und verweigert vermutlich auch das Halsband. Verstärken sich die Halsschmerzen, leidet der Hund auch an Schluckbeschwerden. Schnupfensymptome können die Erkältung beim Hund begleiten.

Ein erkälteter Hund ist schlapp und möchte am liebsten ständig schlafen. Typisch, aber auch gefährlich ist es, wenn der erkältete Hund seinen Appetit verliert und womöglich weniger gern frisst. Im späteren Verlauf der Erkältung kann es zu Husten kommen: Hustet der Hund häufig, ist das ein Warnsignal – die tieferen Atemwege, der Kehlkopf, die Luftröhre oder womöglich sogar die Bronchien sind betroffen.
 

Fieber als klares Symptom einer Erkältung beim Hund

1. Fieber messen ist Pflicht!
Erkennen Sie die ersten Symptome einer Erkältung bei Ihrem Hund, sollten Sie unbedingt gleich Fieber messen, um den Zustand Ihres Hundes abzuklären. Informieren Sie außerdem am besten einen Tierarzt.
 
2. So können Sie bei Ihrem Hund Fieber messen
Verwenden Sie am besten ein digitales Fieberthermometer. Um das Thermometer gleitfähig zu machen, schmieren Sie idealerweise Öl oder Gleitgel an die Spitze und führen sie in den Anus Ihres Hundes ein.
 
3. Fieber beim Hund erkennen
Die Körpertemperatur ist bei Hunden etwas höher als bei uns Menschen – ihre Normaltemperatur kann bis zu 38,5°C warm sein. Ab 39°C hat Ihr Hund allerdings Fieber. Spätestens jetzt ist der Tierarztbesuch wirklich notwendig.
 

Wann sollte der erkältete Hund zum Tierarzt?

Bemerken Sie Erkältungssymptome bei Ihrem Hund, ist ein Besuch beim Tierarzt immer ratsam. Hat Ihr Hund Fieber, wirkt er länger als einen Tag besonders schlapp und verweigert die Nahrung, braucht Ihr Hund unbedingt tiermedizinische Versorgung. Gleiches gilt auch bei häufigem Husten, schleimigem, eitrigem oder sogar blutigem Auswurf und Nasenfluss.
 

So pflegen Sie Ihren Hund bei einer Erkältung wieder gesund

Neben der Behandlung durch den Tierarzt können auch Sie etwas für Ihren erkälteten Hund tun: Ihr Hund braucht jetzt Ruhe, Wärme und Ihre Liebe. Bringen Sie Ihren Hund nur vor die Tür, wenn er sein Geschäft erledigen muss – alles andere wäre für ihn zu anstrengend. Verzichten Sie auch auf das Halsband: Es drückt zu stark auf den entzündeten Hundehals – verwenden Sie jetzt lieber ein Brustgeschirr .

Körperliche Anstrengung ist jetzt für Ihren Hund tabu. Sorgen Sie dafür, dass es Ihr Hund in seinem gewohnten Bettchen schön gemütlich hat. Lüften Sie die Räume häufig, in denen sich der kranke Hund befindet – Schwebstoffe in der abgestandenen Luft können seine entzündeten Atemwege reizen.

Um Ihrem Hund das Schlucken zu erleichtern, geben Sie ihm weiches Futter, das Sie zuvor etwas angewärmt haben. Wenn Ihr Hund keinen Appetit hat , kann eine leicht gesalzene Fleisch- oder Hühnerbrühe helfen. Sie spendet Flüssigkeit und kann auch den Appetit Ihres Hundes wieder fördern. So wird er sich schnell besser fühlen!


Geben Sie Ihrem erkälteten Hund weiches Futter.    ©adobestock.com/Ermolaev Alexandr


So können Sie eine Erkältung bei Ihrem Hund vorbeugen

Damit Ihr Hund bei Kontakt mit den Erregern weniger wahrscheinlich an einer Erkältung erkrankt, sollten Sie auf eine gute Hundeernährung achten. Wichtig: Ob gekauft oder selbst zubereitet, muss das Hundefutter alle wichtigen Nährstoffe im richtigen Maße beinhalten, um den Hundekörper bestmöglich zu versorgen und fitzuhalten.

Stärken Sie das Immunsystem Ihres Hundes, indem Sie ihn auch bei kälteren Temperaturen viel draußen Gassi führen – natürlich ohne, dass eine Gefahr der Unterkühlung besteht. Dank spezieller Hundebekleidung können aber auch kälteempfindlichere Hunde an kalten Tagen spazieren gehen und ihr Immunsystem etwas trainieren.
 

Der Zwingerhusten ist einer Erkältung beim Hund sehr ähnlich

Zwingerhusten und Erkältung rufen ähnliche Symptome beim Hund hervor. Der Unterschied: Der Zwingerhusten tritt ganzjährig auf und meistens sind junge Hunde betroffen. Verschiedene Erreger können den Zwingerhusten hervorrufen:
  • Canine Parainfluenzavirus
  • Canine Adenovirus
  • Canine Herpesvirus
  • Canine Reovirus
  • Bakterium Bordetella bronchiseptica

Die Übertragung findet hier normalerweise über die Tröpfcheninfektion von Hund zu Hund statt. Das Bakterium Bordetella bronchiseptica ist aber auch von anderen Tieren auf den Hund übertragbar. Häufig infizieren sich Hunde in der Hundeschule oder Hundepension mit dem Zwingerhusten. Die Krankheit verläuft meistens milde – nach einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen klingt sie von selbst wieder aus.

Kommt es beim Zwingerhusten allerdings zu Fieber, Appetitlosigkeit und Atembeschwerden, muss ein Tierarzt die Krankheit unbedingt behandeln. Wollen Sie Ihren Hund vor dem Zwingerhusten schützen, berät Sie Ihr Haustierarzt über eine mögliche Impfung.