Schnauze weg!

Grillen mit Hund: Darum ist Grillfleisch tabu

Endlich Sommer - die Grillsaison ist eröffnet! Doch vor allem Hundebesitzer sollten bei einer Grillparty einiges beachten. Denn Grillfleisch kann für Tiere schnell gefährlich werden. Wovor der Bundesverband für Tiergesundheit beim Grillen mit dem Hund warnt, erfahren Sie hier.
 
Grillen mit Hund © tiverylucky - stock.adobe.com
Füttern Sie Ihrem Hund kein Grillfleisch!

Schnauze weg vom Grillfleisch! Denn so verführerisch der bettelnde Blick eines Hundes auch sein kann, gesund ist das Grillgut für Vierbeiner allemal nicht. Das liegt an den starken Gewürzen, mit denen Wurst und Fleisch versehen sind. So kommt es, dass zu viel Salz den Magen des Tieres reizt und zu einem erhöhten Wasserbedarf führt. Dieser wiederum kann dann Herz und Nieren belasten. Davor warnt nun zum Sommerstart auch der Bundesverband für Tiergesundheit. Ist ein Hund nämlich bereits gesundheitlich vorbelastet oder handelt es sich um ein älteres Tier, kann zu viel Salz sogar zum Tod führen. Neben salzigen Gewürzen wird zudem auch vor Zwiebeln und Knoblauch gewarnt. Zwiebelgewächse haben eine negative Auswirkung auf die roten Blutkörperchen des Hundes, was zu erheblichen Beeinträchtigungen führen kann.
 

Grillen mit Hund: Vorsicht mit Knochen

Aber nicht nur die intensiven Gewürze können katastrophale Auswirkungen auf die Gesundheit des Hundes haben. Die mitunter größte Gefahr stellen übriggebliebene Knochen dar. So werden diese durch das Grillen trocken und porös und können daher schneller splittern. Schluckt der Hund die Knochensplitter, kann das zu Verletzungen des Magens führen.

Im schlimmsten Fall können die Splitter sogar Löcher in der Darmwand bohren und so dafür sorgen, dass Futterpartikel in den Bauchraum  gelangen. Das führt dann zu schweren Entzündungen des Bauchraums. Die schlimmsten Übeltäter sind Geflügelknochen, da sie leichter splittern als zum Beispiel die der Wiederkäuer. Geben Sie Ihrem Hund daher niemals die übrig gebliebenen Knochen!
 

Bei Durchfall und Erbrechen sofort zum Tierarzt

Sollte es dennoch dazu kommen, dass Ihr Hund ohne Ihr Wissen erfolgreich ein Stück Grillfleisch ergattert, achten Sie auf seine körperlichen Reaktionen. Erbricht er sich oder bekommt Durchfall oder Verstopfungen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Wie der Bundesverband für Tiergesundheit berichtet, häufen sich in Tierpraxen Fälle mit massiven Krankheitssymptomen vor allem nach Wochenenden mit Grillwetter.

Neben all dem Grillgut sollten Sie aber auch ein Auge auf die Getränke haben. Wie auch beim Menschen kann es ebenso beim Tier zu einer Alkoholvergiftung kommen. Obwohl man davon ausgehen kann, dass die Unverträglichkeit von Alkohol bei Tieren Hundebesitzern bewusst sein sollte, kommt es auch hier immer wieder zu Notaufnahmen in Tierpraxen. So auch in diesem Fall, als ein Labrador eingeliefert werden musste, da er auf einer Junggesellinen-Party Unmengen alkoholischer Schokolade gefressen hatte.  


Damit das Grillen mit Hund trotz alledem ein schönes Sommererlebnis wird, hilft Ihnen diese Checkliste:

  1. Lassen Sie rohes sowie gegrilltes Fleisch nicht aus den Augen.
  2. Halten Sie Ihren Hund vom Grill fern. Neben der Versuchung, Grillfleisch zu klauen, besteht zudem starke Verbrennungsgefahr!
  3. Entsorgen Sie umgehend die Fleischverpackungen sowie Grillschalen. Diese können nach Verzehr beim Hund im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen.
  4. Alkoholische Getränke sollten außer Reichweite des Hundes sein!
  5. Bitten Sie Ihre Gäste ausdrücklich darum, dem Hund nicht ohne Ihr Wissen zu füttern.
  6. Füttern Sie Ihren Hund vor der Grillparty ausreichend, um mögliches Betteln zu vermeiden.


Unser Tipp: Machen Sie vorab einen ausgiebigen Spaziergang mit Ihrem Hund und lassen ihn sich austoben. Je ausgepowerter er ist, desto entspannter wird er während der Grillparty sein. Bieten Sie ihm ein schattiges Plätzchen, wo er schlafen und sich ausruhen kann.

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