Fellwechsel von Haustieren: Hygienetipps für Mensch und Tier

Während des Fellwechsels verlieren Hunde und Katzen verstärkt Haare. Das kann nicht nur für den Menschen eine Belastung werden, weil mehrfaches Staubsaugen fällig wird. Haustiere benötigen Fellpflege, um die Gesundheit der Haut sicherzustellen. Lesen Sie hier praktische Tipps.

 
Utensilien für die Fellpflege © pixabay
Ob Haustiere ausschließlich während des saisonal bedingten Fellwechsels über mehrere Wochen verstärkt haaren oder über das gesamte Jahr hinweg, ist von vielen Faktoren abhängig. Besonders die Rasse und die damit einhergehende Haarstruktur spielt eine Rolle. Der Fellwechsel im Frühling ist oft besonders intensiv, weil sich zu diesem Zeitpunkt das Winterfell verabschiedet und dies von zunehmendem Sonnenlicht und steigenden Temperaturen gefördert wird. Erkennbar wird die Fellveränderung spätestens dann, wenn Fußböden und sämtliche Oberflächen von einer Vielzahl an Haaren geprägt sind. Ein leistungsstarker Staubsauger und eine Reinigungsbürste mit Gummiborsten schaffen Abhilfe. Empfehlenswerte Staubsauger können dem Praxistest unter bild.de entnommen werden. Das Vergleichsportal hat sechs Geräte getestet. Darunter Modelle mit großem Staubbehälter, speziellen Düsen und geringer Lärmentwicklung, die sich für Haushalte mit Tieren besonders gut eignen. Beim Kauf sollte außerdem die Energieeffizienzklasse einbezogen werden, um die Haushaltskasse zu schonen. Eine ergänzende Gummibürste, um Tierhaare von Polstern zu entfernen, bringt zusätzlich Erleichterung bei der Reinigung von Wohnung und Auto. Die gummierten Helfer sind für unter zehn Euro erhältlich und ziehen die Haare effizient aus diversen Oberflächen, wo viele Staubsaugerdüsen versagen.

Fellwechsel bei Hund und Katze

Individuelle Fellpflege ist ein Muss

Im Vergleich extrem, ist der Haarverlust bei Rassen, die über sehr dichtes Fell mit üppiger Unterwolle verfügen. Die losen und abgestorbenen Haare sollten regelmäßig aus dem Fell entfernt werden, um zu gewährleisten, dass die darunterliegende Haut ausreichend belüftet wird. Ein Mangel an Fellpflege kann zu teilweise massiven Hautproblemen führen. Die folgenden Tipps beugen vor:
  • Mehrmaliges Bürsten pro Woche erleichtert den Tieren das Entledigen von losen Haaren beim Fellwechsel. Es ist allerdings wichtig, dass das verwendete Zubehör zu Tier und Fell passt. Hier gibt es enorme Unterschiede. Kommen falsche Produkte zum Einsatz, kann das den Tieren sogar schaden. Für Welpen und Kätzchen gibt es beispielsweise besonders weiche Zupfbürsten und Kämme, um die noch zarte Haut der Tiere zu schonen. Bei ausgewachsenen Tieren sollte die Pflegeausrüstung abhängig davon ausgewählt werden, ob es sich um langes, kurzes, lockiges, seidiges, drahtiges oder besonders dichtes Fell handelt.
  • Während klassische Bürsten und Kämme für Haustiere optimal für die Fellpflege geeignet sind, braucht es für die gründliche Entfernung von Unterwolle und loser Haare effektive Werkzeuge. Positive Kundenbewertungen genießen hier die Produkte der FURminator Pet Products GmbH, die im Fachhandel angeboten werden. Die Edelstahlkanten des Furminators dringen tief in das Deckfell ein ohne es zu beschädigen und ermöglichen das sanfte ausbürsten der Haare. Die Oberfläche des Werkzeugs massiert die Haut und regt bei der Nutzung die Durchblutung an. Ideal zur Unterstützung in den Wochen des Fellwechsels. Die Pflegewerkzeuge werden für Hunde und Katzen mit unterschiedlichen Felltypen verkauft. Im folgenden Video erklärt ein Katzenbesitzer, warum er den Furminator empfiehlt:

 
  • Auch die Ernährung hat Einfluss auf gesundes Fell. Unter anderem unterstützen ungesättigte Fettsäuren, Zink, Vitamin A und B das Haarwachstum, die einwandfreie Funktion von Talgdrüsen und gesunde Haut. Katzen sollte frisches Katzengras bereitgestellt werden, am besten täglich. Durch das Fressen von Gras können sich Katzen das Auswürgen von Fellballen erleichtern, was während des Fellwechsels häufiger vorkommt. Ein Teelöffel Lein- oder Distelöl pro Tag trägt zu einem glänzenden und starken Fell bei. Unter futtermedicus.de können sich Halter über eine ausgewogene Ernährung für Hunde und Katzen informieren.
Fellpflege bei Katzen
 

Tiere an Pflegezubehör gewöhnen

Grundsätzlich ist es elementar, dass sowohl Katzen als auch Hunde sorgsam an Bürsten und Kämme gewöhnt werden. Vielen Haustieren sind diese Gegenstände völlig fremd und besonders sensible Vierbeiner könnten Ängste entwickeln. Um das zu verhindern, müssen Tierhalter den Kontakt zum Pflegezubehör vor dem ersten Bürsten ermöglichen. Hunde und Katzen sollten Gelegenheit haben die Dinge in Ruhe zu beschnuppern und anzuschauen. Außerdem kann es hilfreich sein die Bürsten mit der typischen Bewegung über die Hand oder den Arm gleiten zu lassen und die Haustiere dabei zusehen zu lassen. Im Idealfall verlieren die Utensilien während der Begutachtung ihren Schrecken. Mit Leckerlis kann eine positive Verknüpfung zwischen Bürsten und dessen Verwendung geschaffen werden.

Viele Vierbeiner empfinden das Bürsten nach der Eingewöhnung als wohltuend und beruhigend. Vorausgesetzt die Prozedur erfolgt mit der nötigen Geduld. Hektik ist keine gute Grundlage. Stattdessen sollte vorsichtig und in gleichmäßigen Bewegungen in einem angenehmen Tempo gearbeitet werden. Ein für beide Seiten positiv empfundenes Pflegeritual fördert die Bindung zwischen Mensch und Tier.
 
Tipp: Das Fell immer in Wuchsrichtung kämmen. Das fühlt sich für Hund und Katze deutlich angenehmer an, als die Gegenrichtung.

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Bilder: ariesa66 / elisabettabellomi / Alexas_Fotos – unter pixabay.com
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