Gesunder Schlaf für Hund und Katze – alles über Betten und Schlafplatz

Hunde und Katzen lieben die gemütliche Zweisamkeit mit ihrem Herrchen oder Frauchen. Aber dürfen die Vierbeiner mit ins Bett oder ist ein eigener Schlafplatz besser geeignet? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl des neuen Schlafplatzes achten sollten.
 
Hund und Katze teilen sich den Schlafplatz © shutterstock
Hunde und Katzen sind treue Begleiter. Sie lieben die gemütliche Zweisamkeit mit ihrem Herrchen oder Frauchen. Aber was tun, wenn die Gesellschaft auch nachts eingefordert wird? Dürfen die Vierbeiner mit ins Bett oder ist ein eigener Schlafplatz besser geeignet? Schließlich sollten sich die Tiere geborgen fühlen aber auch stets einen eigenen Rückzugsort bekommen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl des neuen Schlafplatzes achten sollten.

Hunde brauchen Ruhe – mehr als gedacht

Ein Hund gilt meist als sehr aktives Wesen. Er will ständig spielen, beschäftigt werden und braucht viel Auslauf – je nach Rasse versteht sich. Dieser Aktivität soll natürlich nichts im Wege stehen und die Tiere brauchen ausreichend Gelegenheit zum Toben und Herumtollen. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: auch Hunde schlafen bis zu 2/3 des Tages oder ruhen sich zumindest an einem geeigneten Platz aus. Kleintiere oder kranke Hunde schlafen sogar bis zu 20 Stunden am Tag und wollen sich möglichst ungestört zur Ruhe begeben. Wer nicht ausreichend Schlaf bekommt, wirkt unausgeglichen oder wird schneller krank. Das ist bei Hunden nicht anders, als bei uns Menschen. Umso wichtiger ist es, seinem eigenen Hund einen geeigneten Schlaf- und Ruheplatz anbieten zu können.

Hund im Hundebett
© MiraLove / Pixabay.com

Einerseits bevorzugen die Vierbeiner natürlich die Gegenwart ihres geliebten Besitzers. Andererseits wollen sie nicht gestört werden. Wo also den Schlafplatz einrichten? In den meisten Wohnungen dient der Flur als beste Lösung mit Blick auf das Schlafzimmer. So behalten beide Parteien ihr eigenes Reich und die Anwesenheit des jeweils anderen ist dennoch spürbar. Natürlich sollte es an gewählter Stelle keine Zugluft geben und die tatsächliche Ruhe muss vorhanden sein. Ist der Flur tagsüber in reger Nutzung, bieten sich vielleicht zwei Schlafplätze für den Hund an. Wie wäre es mit einem zusätzlichen Körbchen im Wohnzimmer oder mit einem Hundebett in der Küche? Immerhin sind diese Schlafplätze mobil und können beliebig in der Wohnung aufgestellt werden. Auf folgender Seite finden Sie die besten Hundebetten im Test . Sie messen sich hinsichtlich ihrer Form, der Größe und des Materials miteinander, wobei jedes Modell seine eigenen Vor- und Nachteile mitbringt.

Ausstattung: darauf kommt es beim Hundeschlafplatz an

Nicht alle Hunde können sich aber mit einem Hundebett anfreunden. Der eine liegt lieber auf den Fliesen, der andere hält auf einer weichen Decke ein Nickerchen. Wer seinen Hund noch nicht ausreichend kennt, sollte verschiedene Möglichkeiten anbieten. Die Wahl ist nämlich auch von der Jahreszeit abhängig, denn die Tiere sollten den Winter nicht auf dem kalten Fliesenboden verbringen. Während sich für größere Rassen eher ein Korb mit niedrigen Rändern eignet, lieben kleinere Rassen die Hundehöhle. Aber auch ein Kissen oder eine weiche Decke sind bevorzugte Varianten. Wichtig ist, dass die Liegefläche ausreichend Platz bietet und sich die Tiere nicht eingeengt fühlen. Selbst im Schlaf kommt es zu leichten Bewegungen und Zuckungen. Schlagen die Beine also stets am Rand des Körbchens an, erschrecken die Tiere im Schlaf und wachen ungewollt auf. Außerdem spielen die Materialien eine wichtige Rolle. Folgende Punkte gibt es hierbei zu beachten:
  • Bezug sollte abnehmbar und waschbar sein
  • nur unbedenkliche Materialien ohne Giftstoffe
  • es dürfen keine Kleinteile angebracht sein
  • Verletzungsgefahr muss ausgeschlossen sein

Katzen entscheiden selbst über ihren Ruheplatz

Während sich Hunde gut mit ihrem neuen Bett oder Körbchen anfreunden, bestimmen Katzen selbst über ihren Schlafplatz. Auch hier gilt: die Tiere brauchen einen erholsamen und ruhigen Schlaf, um keine gesundheitlichen Schäden davonzutragen. Wo genau sich nun aber die Katze niederlässt, ist ihr selbst überlassen.

Ein Obstkorb als Schlafplatz für die Katze
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Meist bevorzugen sie etwas höher gelegene und weiche Orte, wo sie die Umgebung genau im Blick behalten können. Es empfiehlt sich, den Ort zu akzeptieren und genau hier dem kuscheligen Vierbeiner ein Schlafplatz einzurichten. Ob Katzenhöhle, Weidekorb oder ein Kratzbaum mit hoher Plattform – die Möglichkeiten sind vielseitig. An recht ungemütlichen Stellen , wie beispielsweise dem Fensterbrett, eignen sich weiche Kissen. Am besten bekommt die Katze mehrere Schlafplätze zur Wahl gestellt und kann je nach Jahreszeit und gewünschter Ruhe wechseln. Ungünstige Schlaforte lassen sich mit viel Geduld, Leckerli oder gar Katzenminze wieder abgewöhnen , wie der Industrieverband Heimtierbedarf berichtet. Besser ist es aber, sich nach den Bedürfnissen des Tieres zu richten.

Katze und Hund im Schlafzimmer – geht das?

Es spricht grundsätzlich nichts gegen das Aufstellen eines kleinen Bettchens im Schlafzimmer. Und doch unterscheiden sich die Schlafgewohnheiten von Mensch und Tier gewaltig. Katzen sind in der Nacht gern aktiv, ältere Hunde neigen zum Schnarchen und schnell suchen die Tiere auch den Weg ins Bett ihres Besitzers. Um Streitigkeiten zu umgehen und sich selbst eine erholsame Nacht zu gönnen, sollten die Tiere von Anfang an außerhalb des Schlafzimmers liegen. Trotzdem gibt es sowohl bei Besitzern als auch Experten geteilte Meinungen. Singles profitieren beispielsweise von der Nähre ihres Vierbeiners, wie eine US-amerikanische Studie berichtet . Andere wiederum kommen mit der Hygiene nicht klar und mögen keine Tierhaare im Bett. Außerdem: je größer die Tiere, desto eher wird der eigene Schlafplatz strittig gemacht. Zu welcher Zone nun also das Schlafzimmer erklärt wird, entscheidet jeder selbst.
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