Nistkästen für Gartenvögel

Wenn es stürmt und schneit, suchen viele Gartenvögel nach einem Nachtquartier – manche schlafen allein, andere lassen sich dort von Artgenossen wärmen. Mit einem oder mehreren Nistkästen helfen Sie ihnen, gut durch den Winter zu kommen.
 
Im Winter bieten Nistkästen einen warmen Unterschlupf für Gartenvögel © Ivica Drusany – stock.adobe.com
Im Winter bieten Nistkästen einen warmen Unterschlupf für Gartenvögel
Eine Nacht schutzlos der Eiseskälte ausgeliefert – das kann tödlich sein. Gartenvögel sind im Winter deshalb nicht nur auf der Suche nach Futter , sondern auch nach einem sicheren Unterschlupf. Viele der kleinen Wildvögel suchen daher Schutz in einem Nistkasten. Vorzugsweise übernachten dort Meisen, aber auch Rotkehlchen und Rotschwänze wissen eine Wärmestube zu schätzen. Spatzen bauen sich sogar noch Winternester zum Reinkuscheln. Andere Vögel bilden Schlafgemeinschaften, wie die winzig kleinen Zaunkönige und Gartenbaumläufer, die gleich zu mehreren in einem Kasten übernachten, um sich gegenseitig zu wärmen. Die Nistkästen helfen den Tieren, Körperenergie zu sparen und nicht auszukühlen.


Nistkästen als ganzjährig Unterstützung für Gartenvögel

Ihr Name lässt zunächst vermuten, dass Nistkästen vor allem als Brutstätte in Frühling und Sommer genutzt werden. Tatsächlich sind Nistkästen aber auch außerhalb der Brutzeit wichtige Lebensräume", da sie die Vögel vor der Kälte schützen. Und haben sich die Kästen erst einmal als Winterquartier bewährt, macht sie das anschließend auch als Brutplatz attraktiv: Vögel, die in einem Nistkasten überwintern, bleiben im Frühjahr häufig gleich darin und nutzen in als Brutstätte weiter. Somit helfen Nistkästen das ganze Jahr über.

Welcher Nistkasten geeignet ist, hängt ganz von der Vogelart ab, die ihn bezieht. Die Kästen unterscheiden sich zum Beispiel anhand des Einfluglochs, dessen Durchmesser je nach Vogelart variiert. Neben den klassischen Meisenkästen gibt es außerdem auch Halbhöhlen für so genannte Nischenbrüter, in denen Rotkehlchen und Zaunkönige gerne Schutz suchen.


Das Rotkehlen freut sich besonders über Halbhöhlen. ©Richard-stock.adobe.com


Nistkasten selber bauen oder kaufen – das ist dabei wichtig

Ob solide selbst gebaut aus Fichten- oder Tannenholzbrettern (Sperrholz oder Pressplatten sind nicht witterungsbeständig und darum ungeeignet) oder aus Holz bzw. Holzbeton im Fachhandel erworben – beide Nistkasten-Varianten sind möglich.

Unabhängig davon, ob der Nistkasten selbst gebaut ist oder nicht, ist für die Sicherheit der Bewohner vor allem der Standort wichtig: Zum Schutz vor Fressfeinden wie Mardern oder Katzen ist eine Höhe von zwei bis drei Metern erforderlich. Das Einflugloch sollte in Richtung Osten oder Südosten (weg von der Wetterseite) ausgerichtet sein. Außerdem ist ein wind- und wackelfester Halt wichtig.

Der Vorteil: Wenn Sie den Nistkasten selber bauen, können Sie frei entscheiden, welche Farbe und Form er genau haben soll. Mit der Größe des Einfluglochs können Sie außerdem eingrenzen, welcher Vogel Ihr Häuschen bezieht – wobei Sie das natürlich nur begrenzt in der Hand haben.


Auch in selbst gebauten Nistkästen fühlen sich Gartenvögel wohl. ©Lukas-stock-adobe.com

Übrigens: Wer das alljährliche Ausmisten eines Nistkastens am Ende der Brutsaison im Spätsommer versäumt hat, sollte unbedingt mit der Putzaktion bis Ende Februar warten, um Überwinterer wie Siebenschläfer oder Zitronenfalter nicht zu stören. 

Falls Sie Lust bekommen haben, selbst einen Nistkasten für Ihre Gartenvögel zu bauen, finden Sie hier eine Bauanleitung:
PDF jetzt herunterladen
Tags: 
Mehr zum Thema